Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438598
Einleitung. 
er jedoch als lX-Ialer vor, zuerst im Jahre 1580 als Meister 
Friedrich, Maler von Landshut, mit einem Posten von 5 H. 
28 Xr. Seit 1584 empfängt er ein Jahresgehalt von zoo fL, 
1589 eine Aufbesserung von 200 H. und aufserdem 80 fl. für 
Wein und Brod. In einer Liste vom Jahre 1594, in der die 
von Herzog Wilhelm besoldeten Künstler genannt werden, ist 
er mit der bedeutenden Jahressumme von 600 H. verzeichnet, 
die er im Jahre 1597 als Provision und Leibgeding empfängt, 
und die ihm in dem darauf folgenden Jahre lebenslänglich zu- 
gesichert wird. Er stirbt schon gegen Ende des Jahres 159g. 
Drei Maler werden häufig in der Malerrechnung bei den 
Arbeiten im Grottenhöfchen der Residenz und zwei von ihnen 
noch bei denen in der Michaelskirche genannt: Alexander Pa- 
duano, Antonio Maria Viviani und Antonio Ponzony. 
Auf die Wahrscheinlichkeit der Identität des Paduano mit 
dem 1580 genannten Alexander N. wiesen wir schon obenI) hin. 
158g erhält er „per hauszinsz, holz vnd haltung eines puebens" 
100 fl. Er mufs Beziehungen zu Florenz gehabt haben, da er 
vielfach dem Pronner von dort die Farben besorgte. 1591 be- 
kommt er noch "alles in allem" 100 H. und dann folgt die Be- 
merkung "dann er hinnach wegkhommen". 
Viviani kommt gleichzeitig mit Canclid aus Italien in Mün- 
chen an und wird im Juli des Jahres 1586 mit einem Gehalte 
von 180 ii. angestellt. Er ist in Urbino geboren, wurde aber 
aus Trient berufen?) Wann er starb, war nicht ersichtlich, 
nach Haeutle empfing er im Jahre 1606 die bedeutende Summe 
von 1100 ü. 
Ponzony wird 1594 mit 400 H. angestellt, aber von 1595 
an bis zu seinem im Jahre 1602 erfolgten Tode mit 325 H. be- 
soldet. Sein Name kommt in vielen Formen vor, wie: Pinzoni, 
Poitzon, Ponjon. 
In der erwähnten Liste vom Jahre 1594 wird zum ersten 
Male Hans Werl mit einem Gehalte von 250 fl. genannt, er 
wird aber von 1596 an nur mit 150 H. besoldet. Seit 1601 em- 
pfängt er 400 H. Jahresgehalt und 1606 einen Zuschlag von 79 f1_ 
I) Seite 26. Anmerkung 3- 
2) Vergl. Westenrieder, Beiträge.
        

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