Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438569
Einleitung. 
31 
graphische Untersuchungen Rothl) im jahre 1877 hingewiesen 
hat, auf dessen Aufsatz wir zur näheren Kenntnisnahme ver- 
weisen. 
Die gröfste Ausbeute lieferten uns unter den Ausgaben die 
folgenden Rubriken: 
I. „Of{icier so nit in sonderbare ämbter geraitt werden". 
Dieselbe Rubrik heifst seit 1600: "Maler khünstler vnd 
andere gemaine diener" und seit 1604: „Tappecier, maler 
khünstler vnd andere gemaine diener".  
2. "Aintzige ausgab". 
3. „Abferttigung vnd gnadengelt". 
4. "Zörungen". 2) 
Aufser diesen Rechnungen ist für diese Angaben eine 
Malerrechnung aus den Jahren 1586-91, die sich im Kreis- 
archive von München fand, von grofser Bedeutung gewesen. 
Ihr danken wir auch die Kenntnis und Bestimmung einer grofsen 
Zahl in diesen jahren entstandener Arbeiten Candids. Der Titel, 
aus dem Art und Zweck derselben ersichtlich ist, lautet: 
„1586 hierin Wirt verzaichnet alles was ich Wolff Pronner 
von wegen meines gened. fursten vnd herren zu der malerey 
gehörig von gemalenen vnd geschlagenen goldt vnd silber auch 
allerlay sorten farben empfahn, eynnimbe vnd wiederum ausgib 
den 22. july in München". 
Darunter befindet sich folgende Notiz: „Obiger vogt Pronner 
ist den 1. jenner a. 1586 alsz aufseher vnd rechnungsführer über 
die mahler farben mit jährlichen 200 fl. besoldung angestellt 
vnd mit anfang desz zweiten quartals a. 1591 wider abgeschafft 
worden, dan gleich darnach gestorben". 
I) E. Roth, Über die Hofzahlamtsrechnungen im K. Kreis-Archiv für 
Oberbayern in der von Dr. Franz von Löher herausgegebenen archivalischeir 
Zeitschrift 1877. 
2) Bei der grofsen Inkonsequenz im Gebrauche der Majuskeln und Minuskeln 
wandten wir jene nur an: am Anfange eines Abschnittes, bei Anreden, Titeln, 
bei Namen und den von diesen abgeleiteten Adjektiven. Die Orthographie 
behielten wir im allgemeinen bei, vermieden nur oi-fenbare Willkiirlichkeiten. 
Das in den verschiedensten Schreibungen vorkommende Wörtchen „vnd" gaben 
wir stets in der gleichen Weise. Bei den aus einem Druckwerke entlehnten 
Rechnungsnotizen und Schriftstücken war uns die dort angewandte Schreibung 
maßgebend.
        

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