Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440740
XIII. 
Das Ludwigsdenklnal in Landshut und einige andere Werke. 
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dem Boden und hält das heil. Kind auf dem Schofse, das sich 
ihr zuwendet. Neben ihr kniet die heil. Anna, die mit der 
rechten Hand das Ärmchen des kleinen jesus fafst und mit 
der linken ihr gelbes Kopftuch zusammenhält. Vorne auf dem 
Boden ein Korb mit Linnen und einem Garnknäuel, Blumen 
und zwei Tauben. Rechts im Hintergrunde steht in ein Fell 
gekleidet der kleine Johannes, der sein Lamm trägt, neben ihm 
ein betender Engel. Oben in den Wolken eine Glorie musi- 
zierender Engel, über denen der heil. Geist in Gestalt der Taube 
schwebt. Das Bild ist oben halbrund abgeschlossen und jede 
der beiden Ecken ist ausgefüllt durch einen Cherubkopf mit 
einer Korallenschnur am Halse. Kupfer hoch 34 cm, breit 24 cm. 
14 Figuren, grofs 25 cm. 
2. Nr. 1398. Die heilige Familie. 
Der heilige Stephan kniet anbetend vor der heiligen jung- 
frau, die auf einer Steinstufe sitzend das neben ihr stehende 
Jesuskind mit beiden Armen hält. Das heil. Kind Weist lächelnd 
mit der Rechten nach dem Knieenden und blickt so wie Maria 
nach demselben hin. Der Heilige, im Ornate, hat die Linke 
auf die Brust gelegt, die Rechte ausstreckend. Auf der Erde 
liegen Steine und ein Palmenzweig, den er Marien zu F üfsen 
gelegt hat. Im Hintergrunde führt der heil. Joseph den Esel; 
durch die gemauerten Bögen des Gebäudes zeigt sich eine ferne 
Landschaft. Kupfer hoch 24 cm, breit 18 cm. 4 Figuren, grofs 17 cm. 
Beide Gemälde werden schon in dem Verzeichnisse der 
Kaiserlich-Königlichen Bilder-Gallerie in Wien vom Jahre 
1783 genannt, mit ihnen auch das auf Seite 101 Anm. 1 genannte 
Bildchen mit dem Martyrium der Ursula. 
Der Katalog der Sammlung von Pommersfelden vom Jahre 
17741) nennt zwei Bilder des Candid, die jetzt verschollen sind, 
Christus und die Ehebrecherin 1' 8" hoch, 2' 2" breit und die Königin 
von Saba dem Könige Salomo Geschenke bringend, von gleicher 
Gröfse. In dem Auktionskataloge vom Jahre 1867 sind die 
Bilder nicht genannt. Vielleicht beünden sie sich noch in Böhmen 
1) Verzeichnifs der Sclzmildereyen in der Gallerie deshochgrätlichen Schön- 
bornischen Schlosses zu Pommersfelden I774.  Dasselbe ist ein Abdruck des 
Verzeichnisses vom Jahre 1719.
        

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