Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440707
XII, 
Entwürfe 
Candids 
zur malerischen 
Ausstattung 
245 
Mauer, deren Fläche mit einem Wandgemälde geschmückt 
werden sollte. Der Brief, in dem Raderus aufgefordert wird, 
etwas Geeignetes anzugeben, fehlt, dagegen hat sich die inter- 
essante Antwort des Paters erhalten, worin dieser bemerkt, 
dafs Candid, ehe er an den Entwurf ginge, genau über die 
Situation und die Art der Mauer orientiert sein wolle. Der an 
den Pater Petrus Greorgius gerichtete Brief  lautet: 
„Egi cü Dno Petro Candido super picturae faciendae prima 
delineatione, cui illud incidit dubitationis quod nesciret quatü 
ille murus e regione fenesträm in inümo parte curiae a pauimeto 
extet, an ab ipso solo surgat vel an arcubus vel columnis inni- 
tatur et quot pedes usque ad pauimetü numerentur quid supra 
murü incübat aut quomodo iiniatur ille. Cupit aliqua delineatione. 
Puto me tres partes historiae Salomonae ita divisurum ut 
ad altera janua pictj palatij excipiatur Regina ita ut intra prima 
et alterä portä. totus Reginae comitatus consistat. Intra altera 
et tertia c(on)sideät Rex et Regina et spectät exposita in abaco 
munera du exponuntur. In tertio et ultimo canclaui regale 
celebratur conuiviü. Quod R. V1 Dnis meis poterit signilicare. 
ita enim D. Candidus etiä putat rem totarn distribuendam." Er 
geht dann auf etwas anderes über und sagt dann noch zum 
Schlusse: "Expecto resposü ad D. Candidi questione. 
Der von Welser geschriebene Situationsbericht 2) heifst: 
„Demnach gründtlicher bericht begert würdt wie doch die 
maur gegen dem rhathausz Übersteend, daran die historia von 
der königin vsz Saba etc. gemalet werden solle aigentlich be- 
schaffen, ob selbige, 0b bögen oder pfeiler in der höhin stehe: 
vnd wieuiel werckschuch hoch sy von der erde stende ist zu- 
wissen clz zwar dz neuerbauen rhathaus an einem berge steet, 
Über darein geet man von,vornen her, vom Perlach, in den 
vndern Saal gegen denen vor disen angezaigten sechs hohe 
fennster ebenen fueszes hindurch. Vnd obwoln vnder ersbe- 
melten sechs fenstern wegen des berges ein zimliche tieffen 
dahin die gefengkhnussen erbauet sein. So geht doch sollicher 
pau nit höher herauf als bis vnder die sechs fennster vnnd hat 
Bav. 
Bav. 
1911 
1611 
fol. 
fol. 
Datiert vom 
Januar 
1621.
        

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