Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440629
XII. 
zur malerischen 
Entwürfe 
Candids 
CIC. 
Ausstattung 
237 
regnant" stehen. Die Inschriften der übrigen Darstellungen be- 
ziehen sich ebenfalls auf die Sapientia. Sie lautet auf dem 
einen Rundbilde, auf der ein Architekt (Porträt des Holl) einer 
gekrönten, sitzenden Frauengestalt einen Baurifs zeigt, Während 
rings herum Arbeiter an einem Baue thätig sind: Civitates con- 
duntur, auf dem anderen, wo in einem Arsenale ein Künstler 
(Porträt des Kager) einer nach links thronenden Frau einen 
Schild zeigt: Hostes arcentur. Dafs, wo die Weisheit in den 
Mittelpunkt des Thuns gestellt wird, das Gemeinwesen blüht 
und gedeiht, stellen die übrigen Gemälde dar: acht Frauenge- 
stalten mit Weinstock und Bienenkorb (Cives propagantur) mit 
Hammer und Ambos (Nemo otiosus), mit wissenschaftlichen In- 
strumenten (juventus sapit), mit Kreuz vor einem Mefstische 
(Caelum aperitur), mit Asklepiosstab in einer Apotheke (Procul 
Parcae), in der Küche in häuslicher Tracht (Omnia et ubique), 
im Kaufladen Zeug messend (B0na iide) und endlich mit Schwert 
und Lilie (Bonus ridet, malus plorat).  
Die Kaisergestalten der einen Seite sind: Aurelian, Seve- 
rus, Antoninus Pius, Vespasian, Trajan, Octavianus Augustus 
julius Caesar und Alexander der Grofse, die der anderen: Karl 
der Grofse, Karl V., Constantin der Grofse, Theodosius, Otto 
der Grofse, Heinrich der Heilige, Friedrich Barbarossa und 
Maximilian I. Die Namen derselben stehen unter, die Wahl- 
sprüche über den Nischen. 
Unbedeutend sind die kleinen scenischen Darstellungen, 
voll fröhlicher Lebenslust und kecken Humors dagegen die 
Putten über den Fenstern, von denen sich jede in ihrer Weise 
bemüht, stehend, sitzend, hockend, tanzend und springend, der 
schweren Fruchtgehänge Herr zu Werden. 
Diese Malereien galten bisher fast allgemein als Original- 
werke des Mathias Kager, nur bei von Stetteni) war zu lesen: 
„Wie aus noch in München vorhandenen Briefen des Hans 
Bartholme Welser erwiesen werden kann, rührte die Erfindung 
der Gemälde des goldenen Saales von dem berühmten Jesuiten 
Pater Matthäus Raderus her, der die Gedanken dem vorhin 
I) Paul von Statten, Kunst, Gewerb- 
stadt Augsburg. Augsburg 1779. 
und Handwerks-Geschichte der Reichs-
        

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