Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440609
Thätigkeit für einige 
andere Kirchen Münchens. 
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Gehilfen herrühren; die beiden Engel im Vordergrunde sind 
geradezu häfslich. 
Diesem Bilde gegenüber wird der Verlust eines im Jahre 
1624 entstandenen Werkes weniger zu beklagen sein, als der so 
mancher anderen Werke des Candid, da dieser bei demselben 
auch wohl wenig an der Ausführung teil hatte. Nach Mayer 
liefs in diesem jahre eine polnische Kammerfrau Ursula. Mayrin 
in der Salvatorkirche auf U. L. Fr. Gottesacker einen neuen 
Hochaltar errichten und diesen von Candid mit einem Gemälde: 
Die Himmelfahrt Mariae, schmücken. Rittershausen, der das 
Bild mit folgenden Worten beschreibt: „Die Krönung der hei- 
ligen Maria zwischen den Chören der Engel, unten staunen die 
Apostel mit Bedeutung", sagt, es sei im Stile des Candid ge- 
malt, WestenriederI) nennt es gar ein Werk des Fischer. Mög- 
lich ist es immerhin, dafs dieser die ganze Ausführung versah, 
da ja Candid in diesem Iahre arbeitsunfähig wurde. Unter den 
Handzeichnungen des Candid befindet sich eine Himmelfahrt 
Mariae, die ihrem ganzen Charakter nach in diese Zeit hinein- 
gehört und in ihrer Anlage mit der kurzen Beschreibung 
Rittershausens übereinstimmt. In ähnlicher Weise wie auf dem 
Hochaltarbilde der F rauenkirche umstehen die Apostel das 
leere Grab, aus dem die von musizierenden Engeln umgebene 
Maria emporschwebt, über deren Haupt zwei Engel eine Krone 
halten. Das oben abgerundete Blatt ist mit der Feder und 
einigen Farbentönen ausgeführt. Möglich, dafs es zu dem ge- 
nannten Gemälde gehört.  
Welche Bewandtnis es mit dem Bilde in der Krypta dieser 
Friedhofskirche hat, das auch die Himmelfahrt darstellte und 
von Westenriederz), Hübner und Mayer als ein Werk des Can- 
did genannt wird, vermögen wir nicht zu sagen. 
I) München 
2) München 
1782. 
1782,
        

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