Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440392
214 
Zweiter 
Teil. 
und mit der Linken den Rüssel des erschlagenen Elefanten 
haltend, auf dessen Kopf er den rechten Fufs gestellt hat. 
Hinten Kampf der Iuden mit dem Heere des Antiochus, in dem 
man Elefanten mit hohen Wehrtürmen bemerkt. Nach links 
gewandt hält Mucius seine rechte Hand in das auf einem Altare 
brennende Feuer, während vor einem Zelte Porsena mit seinen 
Kriegern erstaunt dem Vorgange zuschaut.  Ein Bild der 
Keuschheit ist die Gestalt des Iosephl), der mit erhobenen 
Händen schmerzlich bittend emporblickt, als wolle er ein Zeugnis 
seiner Unschuld herabflehen. Rechts im Grunde blicken wir in 
ein Gemach, wo die auf einem Lager sitzende Frau des Poti- 
phar den fliehenden Jüngling am Mantel festzuhalten sucht. 
Links wird der Unschuldige von zwei Kriegsknechten in einen 
Kerker geführt.  Ihm ist der jugendliche Hippolytz) gegen- 
übergestellt, der in Iagdkostüm mit einem Windspiel an der 
Leine und von zwei schönen Iagdhunden begleitet nach vorn 
eilt. Im Hintergrunde sehen wir, wie er am wildbrausenden 
Meere mit seinem Viergespann gestürzt ist und zu Tode ge- 
schleift Wird.  WVie drohendes Verderben durch die List des 
liebenden Weibes abgewendet wird, zeigt der Teppich mit der 
schönen Gestalt der Michal 3), die mit einem Ziegenfelle in den 
Händen erscheint. Rechts im Grunde sehen wir, wie sie den 
Gatten aus einem Fenster des Palastes an einem Seile herunter- 
läfst, während links in einer Halle Bewaffnete sich einem 
Himmelbette nähern. Rechts in der Ferne der entiiiehende 
David.  Eine ganz entsprechende Darstellung zeigt der zehnte 
der Teppiche mit der Befreiung des Quintus Lucretius Ves- 
pillo durch seine Gattin Turiaß) Diese steht in würdevoller 
I) Vers: Vir parat arma viro manibusque in bella lacessit 
Foemina sed vinci sola potest pedibus. 
2) Handzeichnung. 
Vers: Innocens juvenis trahitur male quam bene tandem 
Raptas setis equi si proca vecta foret. 
3) Vers; Qui rabidos, ursos, qui fregerat ora leonum 
Faeminea salvus debuit esse manu. 
4) Handzeichnung.  
Vers: Amissos per fata viros alia obtegit; ista 
Amissura suum ni sepelisset erat.
        

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