Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440305
Candids Thätigkeit f. d. v. 
Maximilian gegr. Teppichmanufalätur. 
205 
Auf einem der Stiche I) sehen wir Kaiser Friedrich mit 
griechischen Gesandten verhandeln, die mit reichen Geschenken 
vor ihn erschienen sind. Diese Darstellung bezieht sich wahr- 
scheinlich auf den Hoftag zu Würzburg, wo am 24. März des 
jahres 1157 türkische Gesandte erschienen, welche kostbare Ge- 
schenke brachten, aber in hochmütiger Rede, ohne die dem 
Kaiser gebührende Ehrerbietung auftraten und daher von 
diesem hart angefahren wurden. 
Noch im Jahre 1158 tritt Friedrich seine zweite Romfahrt 
an, um die Macht der Mailänder zu brechen, die das zerstörte 
Tortona prächtiger wieder aufgebaut hatten. Bei der Belage- 
rung Mailands thut sich Otto rühmlich hervor. Eines Abends 
findet er die Stadtthore schlecht besetzt und wagt mit seinem 
Bruder Friedrich und einer kleinen Schar einen kühnen Hand- 
streich. Ein Teppich 2) stellt den Augenblick dar, wie er mit 
seinen Scharen ein Thor erbrochen hat und mit Macht in die 
Feste einzudringen sich bemüht. Horrnayr rechnet noch eine 
Handzeichnung hierher, auf der mit einer Kriegerschar zwei 
Reiter anstürmen, indem er in diesen Otto und dessen Bruder 
Friedrich erkennt, die nach Verbrennung der Mailändischen 
Vorwerke in das Lager zurückeilen. Eine andere, nicht näher 
bestimmbare Zeichnung zeigt Otto an der Spitze eines Heeres- 
zuges reitend. 
Von Mailand aus wird Otto nach verschiedenen Städten 
gesandt, um die Macht und das Ansehen des Kaisers zu festigen. 
Ein Teppich 3) preist die denkwürdige That, Wie Otto mit seinen 
Scharen in aller Frühe den Po überschreitet und sich ohne 
leicht ist der Fehler durch ein zufälliges Ausfallen der V zwischen der L und 
der III entstanden. 
I) Vom Jahre 1699. Zwei Handzeichnungen, davon eine im Gegensinne. 
Untere Inschrift: Graeci Romanorum imperatorio et imperii aemuli artibus er 
machinationibus fallacibus ascitis undique ex Oriente sociis perniciem provincias 
et populos Ottone M. armis obstante trahere fnistra conantur. 
2) Stich vom Iahre 1697. Zwei Handzeichnungen. Inschrift: Otho etc, 
Mediolanen. obsidione premens una cum fratribus Friderico et Otone juniore 
fortiter pugnans virtutis testimonium ab hoste refert an. MCLVIII. 
3) Stich vom Jahre 1699. Drei Handzeichnungen, davon eine im Gegensinne. 
Inschrift: Otho etc. Pado vaclato Ferrariensibus improvisus superveniens ob- 
sides imperat an MCLVIII. 
        

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