Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1440287
Candids Thätigkeit f. 
Maximilian gegr. 
Teppichmanufaktur. 
203 
begiebt sich der Kaiser nach Pavia, wo er gekrönt wird, und 
rückt darauf weiter gegen Rom vor. In der Nähe von Sutri 
kommt ihm Papst Hadrian IV. entgegen. Da Friedrich diesem 
nicht die hergebrachte Huldigung, die in dem Führen des 
Zelters und dem Halten des Steigbügels bestand, leistet, kommt 
es gleich zu Uneinigkeiten, welche durch eine mehrtägige Be- 
ratung, die zu Gunsten des Papstes ausfällt, beigelegt werden. 
Wahrscheinlich gilt dieser Verhandlung eine Handzeichnung, 
die in einer Halle links den Papst auf einem Throne und zu 
seiner Linken etwas tiefer sitzend einen Fürsten zeigt, während 
rechts Bischöfe, Adelige und Krieger versammelt sind. Vereint 
ziehen Kaiser und Papst in Rom ein, wo Friedrich am 18. Juni 
des jahres 1155 in der Peterskirche feierlichst von Hadrian ge- 
krönt wird. Auch diesen Akt stellt eine Handzeichnung darf) 
Gleich nach der Krönung verläfst der Kaiser die Stadt, be- 
mächtigt sich der Stadt Spoleto und tritt dann die Rückreise 
an. Die meisten Fürsten wählen den sicheren Weg über Ve- 
nedig, Friedrich aber, der Gefahr nicht achtend, schlägt den 
Landweg ein und mit ihm ist Otto. Die Veroneser hatten das 
Verderben des Kaisers beschlossen. Da ihr Plan, ihn durch 
die mangelhafte Konstruktion einer Brücke in den Fluten der 
Etsch umkommen zu lassen, zu ihrem eigenen Verderben ver- 
eitelte, schliefsen sie unter Anführung eines Ritters Alberich 
den Heerhaufen, in dem sich der Kaiser und Otto befinden, in 
der Nähe ihrer Stadt in einer Klause ein, und schon scheint 
alle Hoffnung auf Rettung vergeblich zu sein, da Friedrich 
nicht unter den schimpiiichen Bedingungen, die ihm die Vero- 
neser stellen, seine Freiheit erkaufen will, als Otto auf den Rat 
zweier im Heere dienenden Veroneser, Garzapan und Isaac, sich 
mit einer Schar von zweihundert tapferen Kriegern aufmacht 
unter unglaublichen Anstrengungen die Berge erklimmt, dem 
Feind in den Rücken fällt, die Verräterische Schar besiegt und 
ein strenges Strafgericht an ihr vollzieht. Dieser glorreichen 
 Auf derselben ist durch Überklebung eine Korrektur angebracht. Die 
ursprünglich hinter dem knieenden Kaiser stehenden Knaben mit Zepter und 
Reichsapfel sind durch zwei Knieende, einen Knaben und einen Mann, ersetzt, 
welche diese Attribute halten.
        

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