Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1438389
Einleitung. 
Neben diesen Bestrebungen nimmt Albrecht zumeist darauf 
Bedacht, seinem Fürstensitze ein würdiges Ansehen zu verleihen. 
Derselbe glich eher einer Feste als einem Residenzschlosse; ihn 
in ein solches umzuwandeln, lag in seinem Sinne.  
Wir haben nur wenige Nachrichten 2) über die bauliche 
Thätigkeit an der Residenz, aber aus ihnen geht hervor, dals 
Albrecht mit grofsen Plänen umging. 
Die "Neuveste", die an der nordöstlichen Ecke des heutigen 
Brunnenhofes lag, und von der sich nur ganz unbedeutende 
Baureste erhalten haben, wurde zwischen 1382 und 1390 erbaut 
und hatte bis zur Zeit Albrechts nur geringe Erweiterungen 
erfahren. 1434 hatte Wilhelm III. eine Kapelle errichtet, die 
Haeutle mit Wahrscheinlichkeit mit der Katharinenkapelle iden- 
tiiiziert, und neben welcher, wie wir hier erfahren, schon zu 
Ende des fünfzehnten Iahrhunderts die Georgskapelle genannt 
wird, die unter Wilhelm IV. von dessen Hofarchitekten Leo- 
pold Ha1der3) vollendet wurde. Der in dem Haeutleschen Werke 
gegebene Plan der von Seidel angenommenen zweiten Bau- 
periode giebt uns ein Bild der ganzen Anlage. Er zeigt uns 
einen von Gebäuden umgebenen, unregelmäßigen, von Eck- 
türmen Hankierten Hof, deren südöstlicher ein wenig nach Süden 
vorgeschoben ist. Das Ganze ist von einem Wassergraben um- 
geben, über den in verschiedenen Richtungen Brücken führen. 
Südlich davon lag der Besitz der Franziskaner. Auf ihm er- 
hob sich nach und nach die neue Residenz. 
In den herzoglichen Zahlamtsrechnungen ist im Jahre 1552 
von einem „Neuen Paw an der Neuveste" die Rede, nach Haeutle 
wahrscheinlich nordöstlich vom Brunnenhofe. In den Iahren 
I) VOR den Bauten AlbfeChiS Wird das erste Kapitelän: "Die bildenden 
Künste am Baieriächen Hofe unter Herzog Albrecht V." von Max Zimmermann 
handeln, wie dieser in der Vorrede seiner Promotionsschrift: „Hanns Müelich 
und Herzog Albrecht V. von Baiern" (1885) ankiindigt. 
2) Vergl. Chr. Haeutle, Geschichte der Residenz in München. Nach archi- 
valischen Quellen herausgegeben. Leipzig 1883. Text zu der Seidelschen Publi- 
kation derselben.  NB. Unsere archivalischen Angaben über den Bau und die 
Ausstattung der Residenz stammen, wenn keine andere Quelle genannt ist, aus 
diesem NVerke. 
3) Derselbe war nach Reber: Bantechnischer Führer durch München (1876), 
ein "entschiedener" Goriker.
        

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