Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439936
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Teil. 
Zweiter 
5. Ottokar von Böhmen wird von den Herzögen Ludwig 
und Heinrich von Bayern bei Mühldorf geschlagen 
1258. (Dieses Gemälde nahm, wie Pallavicino bemerkt, 
die ganze Breite des Saales ein.) 
6. Ottokar von Böhmen wird noch einmal von Herzog 
Heinrich von Bayern besiegt 1266. 
7. Albrecht III. Herzog von Bayern weigert sich, die 
böhmische Königskrone anzunehmen 1440. 
8. Ludwig der Bayer wird römischer König 1314. 
9. Sieg des Herzogs Ludwig von Bayern bei Giengen 1462. 
10. Sieg Ludwigs des Bayers über Friedrich den Schönen 
von Österreich bei Amiing 1322. 
Auch dieses Bild entsprach, wie Schmid, der Übersetzer 
Pallavicinos, angiebt, der Breite des Saales, und dieser Umstand 
macht es gewifs, dafs dasselbe von Candid entworfen ist, denn 
zu demselben hat sich eine Handzeichnungl) desselben von 1 m 
Länge und 20 cm Höhe erhalten. Dann aber rühren auch aller 
Wahrscheinlichkeit nach die übrigen Darstellungen von ihm 
her. Naglerz) spricht von historischen Gemälden, die Candid 
in den Gemächern des Herzogs Wilhelm und der Renata ge- 
malt habe, und Haeutle bemerkt, ohne es jedoch weiter zu be- 
gründen, Candid habe in der Residenz historische Gemälde 
gemalt, von denen wir nicht einmal den Namen wüfsten. Viel- 
leicht sind damit diese Darstellungen gemeint. Nach Ritters- 
hausen sind dieselben von Fischer, einem im Jahre 1580 in 
München geborenen Maler gemalt, und es ist auch immerhin 
möglich, dal's dieser die Ausführung derselben versah. Er 
setzt hinzu: „sind wohl gezeichnet, gut gefärbt; besonders sind 
die Harnische recht natürlich bearbeitet: auch die Gesichter 
haben Wahrheit des Ausdrucks. Mehr Verschiedenheit in der 
Anordnung und Deutlichkeit im Lichtschlusse möchte man 
wünschen". 
Die 
mit 
der Feder 
gezeichnete 
und 
leicht 
Hand- 
getuschte 
I) Dieselbe befand sich ursprünglich in Mannheim und kam im Jahre 1804. 
mit einer Reihe anderer Zeichnungen nach München. Vergl. Catalogus deren 
bey dem Churfürstlichen Mannheimer Kupferstich und Zeichnungs Cabillet be- 
befrndlichen Zeichnungen (Im Kgl. Kreisurchiv für Oberbayern). 
 2) Kiinstlerlexikon.
        

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