Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439904
Residenz. 
Die herzogliche 
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Am besten gelungen sind die auf den Portalen gelagerten 
vier allegorischen Gestalten, links die Prudentia und die justi- 
tia, rechts die Fortitudo und die Temperantia, deren jede durch 
eine auf dem Giebelfriese angebrachte Inschrift gekennzeich- 
net ist. 
In ernstem Ärmelgewande sitzt nach links mit angezogenem 
rechten Beine die Prudentia und fafst mit der Rechten ein 
Steuerruder, während sie in dergLinken mit auf den Giebel ge- 
legtem Unterarme ein Buch hält, in dem sie liest. Auf ihrer 
Brust glänzt ein Stern, das Haupt ist mit Eichenlaub bekränzt. 
Leichter gewandet mit blofsen Armen sitzt aufrecht die Iustitia 
mit leicht gebogenen Beinen, von denen das rechte etwas stärker 
angezogen ist, und hält in der halb erhobenen Rechten, wie die 
alten Beschreiber angeben, einen WermutkranzI), Während sie 
mit der auf dem linken Beine ruhenden Linken ein geschlossenes 
Buch gefafst hat. Eine mächtige Sonne strahlt von ihrer Brust. 
Der dem Kranze zugewandte Kopf ist mit einem von Palmen- 
zweigen umgebenen Diadem geschmückt.  Dieser entsprechend 
gewandet in ärmellosem Kleide, nur noch mit einem Löwen- 
felle über der rechten Schulter, sitzt auf dem rechten Portale 
nach links die Fortitudo, das rechte Bein über das auflagernde, 
angezogene linke geschlagen und mit der Rechten einen Fels- 
block umfassend, während die ausgestreckte, den Rand des 
Giebels berührende Linke eine geschulterte Keule hält. Der 
nach dieser Seite hin gedrehte Kopf trägt ein mit Eichen- 
laub belebtes Diadem.  In schwerem Mantel und faltenreichem 
Ärmelgewande, aus dem der Unterschenkel des ein wenig an- 
gezogenen rechten Beines, den ein zierlich gearbeitetes, reich 
geschmücktes Sandalenriemenwerk umgiebt, nackt hervortritt, 
sitzt wie die Justitia in gerader Haltung und mit aufgestelltem 
linken Fufse die Temperantia, auf deren seitlich gehaltener 
Linken eine Uhr steht, auf die der Zeigeiinger der Rechten 
weist. Die Ärmel zeigen Puffen mit ornamentierten Bändern 
und weitem Überschlage. Reizvoll ist das Haar des dem 
Beschauer zugewandten Kopfes behandelt. Dasselbe ist, von 
Perlschnüren durchzogen, in Flechten aufgenommen, deren 
nur noch 
ist 
I) Heute 
Reif mit 
ein 
übrig. 
Blatte 
herabhängenden 
einem
        

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