Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439887
Residenz. 
Die herzogliche 
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derten auf niedrigen Postanienten ruhenden YVandpilastern ein- 
geschlossen, die ein "Iriglyphon tragen, das aufserdem durch 
den Schlufsstein des Bogens gestützt wird. Metopen und 
Zwickelfelder tragen bronzenen Reliefschmuck. Darüber steigt 
ein Dreiecksgiebel an, in dessen Durchbrechung ein Fenster der 
gleichmäßig fortlaufenden Flucht, durch einen volutenartig 
endigenden Ablauf mit jenem vermittelt, geschickt hineingreift, 
während auf den Schrägflächen aus Bronze gegossene, allego- 
rische, weibliche Gestalten gelagert sind. Auf dem Fenster, 
an dessen Seiten schwere Fruchtschnüre herunterhängen, ruht 
ein durchbrochener geschweifter Rundgiebel mit dem aus 
Bronze gebildeten Monogramme des Maximilian und der Elisa- 
beth. Zu Seiten dieses Thores befindet sich je ein kleiner Ein- 
gang mit darüber liegendem Rundfenster, über denen aus 
Bronze links von Löwen gehalten das bayerische, rechts von 
Greifen gehalten das lothringische Wappen angebracht sind. 
Die Umrahmung der zwischen den Portalen liegenden Nische 
ist aus demselben Materiale wie jene hergestellt. Auf einer von 
zwei geraden Stützen getragenen Steinplatte erheben sich auf 
Postamenten zwei mit Renaissance-Kapitälern versehene Wand- 
pilaster, die ein Gesims mit hohem Friese tragen, auf dem die 
Jahreszahl MDCXVI steht. Darauf lagert ein durchbrochener 
Dreiecksgiebel mit einem geflügelten Engelsköpfchen, das eine 
von Palmzweigen umrahmte grofse Inschrifttafel trägt, die 
aufserdem noch von zwei auf den Schrägflächen des Giebels 
sitzenden Engeln gehalten wird und folgende Inschrift enthält: 
Sub tuum praesidium confugimus 
Sub quo securi, laetique degimus. 
Die beiden Pilaster schliefsen die Nische mit der gekrönten 
Maria ein, die hier, wie eine zwischen den Postamenten ango- 
brachte Inschrift besagt, als Patrona Bavariae gedacht ist. 
Unter derselben beiindet sich zwischen den beiden Stützen eine 
schöne Bronzelaterne.  
Haeutle giebt an, dafs noch im Jahre 1614 Blasius Fistu- 
lator und dann dessen Söhne Paul und Wilhelm an den beiden 
Portalen gearbeitet hätten; wahrscheinlich versahen sie auch 
die Ausführung der Nische. 
Über die diese Front schmückenden Bronzen bringt Haeutle 
nt
        

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