Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439670
14g 
Teil. 
Zweiter 
giefst aus einer Kanne, die sie in der halb erhobenen Rechten 
hält, Wasser in eine auf der vorgehaltenen Linken ruhende 
Weinschale. Über die Beine, deren rechtes höher als das linke 
aufgestellt ist, fällt in schönen grofsen Falten das einfache Ge- 
wand, auf dem ein Wenig geneigten Kopfe ruhen ein Diadem 
und ein Lorberkranz. Links kniet ein betender Engel, rechts 
steht ein anderer und hält ein gefülltes Glas empor. 
In der sehr eingehenden Beschreibung des Antiquariums 
durch Hainhofer aus dem jahre 1611 werden diese Bilder nicht 
erwähnt, und man könnte daher glauben, dieselben seien erst 
nach dieser Zeit entstanden, doch läfst die Nichterwähnung von 
Seiten Hainhofers, wie wir es schon einige Male konstatieren 
konnten, einen so bestimmten Schluss nicht zu. Ebensowenig 
scheint uns aber aus der im Antiquarium angebrachten In- 
Schrift ABSOLVTVM ANN O MDC mit Notwendigkeit hervor- 
zugehen, dal's dieselben vor 1600 entstanden seien, doch wird 
ungefähr in diese Zeit die Entstehung der Bilder zu setzen 
sein. Vielleicht hängen die 1100 fL, die Viviani im ]ahre 1606 
erhielt I), damit zusammen. 
Dem Antiquarium gegenüber an der Nordostseite des 
Brunnenhofes auf ebener Erde erwähnt Hainhofer, ehe er mit 
der Bemerkung „in der nidern ist auch das Antiquarium" auf 
dieses übergeht, „9 gewölbte stantias von vnderschidlichen 
Figuren von Pietro Candido gemahlet". Diese Zimmer sind 
jetzt zu Beamtenwohnungen eingerichtet und enthalten nichts 
mehr von ihrem ursprünglichen Schmucke. Auch xitar in den 
verschiedenen Beschreibungen nichts darüber zu finden. Hin- 
gegen verdanken wir Wening die Aufzählung jener Malereien 
des Candid, die sich in "Ihrer Dhlt. Wohnzimmer" befanden, die 
Hainhofer, ohne weiter auf sie einzugehen, über den ebenge- 
nannten neun gewölbten Zimmern nennt. Durch Wening er- 
fahren wir, dal's man vom kleinen Hirschgange aus, der beim 
Perspektivsaaleubeginnt, auf einen Vorsaal gelangt, der „den 
Eingang zu Fürstlichen Wohnungen rnachet, die in siben Zim- 
mern bestehen, samrnentlich mit roth und weissen Marmel be- 
leget vnd mit dem Kunst Penszel desz Peter Candits an ihren 
Vergl. 
oben
        

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