Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439542
III. 
Candid als Tafelmaler. 
Augustusbrunnen in Augsburg. 
Der 
129 
Klosterkirche befand, lesen wir bei Wening: „Hingegen ist die 
Grufft oder undere Capell desz Closters gleich neben der Kirchen 
son'ders berümbt, weil allda in hechsten Ehren gehalten wird 
ein Altar Blat oder U. L. Frauen Bild von Petro Candit ver- 
fertiget; und von diser Bildnusz gehet der gemaine Rueff unnd 
Tradition bey den P. P. Capucinern, dasz sie mit R. P. Lau- 
rentio" a Brundusio Weyland desz Ordens geweszter General 
mehrmahlen geredet, Wann der fromme Pater allda bey diser 
H. Bildnusz Mesz gehalten, deme auch Churfürst Maximilianus I. 
offtermahls zu Altar gedienetun" 1802 wird es in einem Nach- 
tragekatalogel) der Münchener Grallerie genannt und 1805 kommt 
es in dem Kataloge Mannlichs vor?) Als die Kapuziner in der 
Mitte dieses jahrhunderts Wieder in München Einlafs fanden 
und hinter dem südlichen Friedhofe ein Kloster erhielten, fand 
das Bild am Altare der schmerzhaften Kapelle, wo es sich noch 
heute befindet, Aufstellung. 
In der Mitte sitzt auf niedrigem Lager in Dreiviertelproiil 
nach rechts die Madonna mit dem unbekleideten nach links 
gerichteten Knaben auf dem Schofse, den sie leicht mit der 
Linken schützend berührt, Während die vorgehaltene Rechte, 
ein dünnes über dessen Beinchen gehendes Linnentuch, mit dem 
sie ihn bekleiden will, gefafst hat. Ihr ganz in Vorderansicht 
gedrehter Kopf, dessen in der Mitte gescheiteltes Haar sich 
gewellt um die Stirn legt, ist mit einem in schön gelagerten 
Falten zu beiden Seiten abfallenden Kopftuche bedeckt und ein 
wenig geneigt, so dal's ihr inniger Blick auf den neben ihr 
knieenden Iohannesknaben fällt, der mit einem Tierfelle und 
einem Mäntelchen bekleidet, mit dem „Ecce Agnus Dei"-Fähn- 
lein im Arme und dem gelagerten Schäfchen zur Seite, das 
lebhaft zu ihm hinstrebende Christkindchen anbetet. Links von 
Johannes kniet Elisabeth, mit der Rechten ihren Knaben leise 
berührend, als wolle sie ihn ermutigen, sich dem Iesuskinde zu 
nähern, Während sie die Linke auf die Brust gelegt hat und 
Fridrich sculp. A. V,  b. Von G. I. Rösch. Understainer del. Beide Stiche 
ganz schlecht.  c. Neuerer Stich von I. Lindner, sehr klein. 
I) Manuskript im Kgl. Kreisarchiv für Oberbayern. 
2) Auch Halm nennt es in seinen Materialien. Bei beiden Endet sich die 
Größenangabe: 3' 4" 6'" hoch, 4' 7" 6'" breit. 
Ree. Peter Candid. g
        

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