Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439224
in 
Arbeiten 
VOII 
der Iesuitenkirche 
Michael. 
97 
gäfsl zu beziehenf) An welcher Stelle sich diese Kapelle befand, 
ist nicht erweislich, und auch die Lage der "Hertz. Max" capeln", 
für die Candid im Januar und Iuni des Jahres 1589, das eine 
Mal mit Viviani zusammen, Farbe empfing, über die wir aber 
sonst nichts wissen, läfst sich nicht bestimmen. Von den Male- 
reien existiert heut nichts mehr, da. die Räume, die sie schmück- 
ten, anderen Platz gemacht haben. 
Arbeiten 
in 
der 
Jesu itenkirche 
VOn 
Michael. 
Das Hauptwerk der Wilhelminischen Kunstperiode ist das 
Jesuitenkollegium mit der Michaelskirche. Die Räume des 
Augustinerklosters, die den Jesuiten anfangs zum Wohnsitz an- 
gewiesen worden waren, erwiesen sich bei dem ungeheuren Zu- 
laufe, den diese bei ihrem Unterrichte hatten, bald als zu eng, 
und Wilhelm ging schon mit dem Plane um, die Augustiner 
von hier zu entfernen und ihnen in der Vorstadt Au ein neues 
Kloster zu stiften. Da dieselben sich aber fortzuziehen weigerten, 
und der Papst, an den sie sich wandten, ihre Weigerung be- 
rechtigt fand, so entschlofs sich Wilhelm, der noch im Jahre 
1581 die Bitte der Jesuiten um Erbauung eines Kollegialgebäudes 
und einer Kirche wegen Geldmangels zurückgewiesen hatte, im 
Jahre 1582 zu der Ausführung des bedeutenden Baues. 
Ein Blick auf die gewaltige Anlage 2) lehrt uns, dal's nicht 
nur das blofse Bedürfnis, die Notwendigkeit, die Jesuiten unter- 
zubringen, den Herzog leitete, sondern dafs hingebende, glühende 
Begeisterung für seine Freunde ihn dabei beseelten, deren hohen 
Zielen und Bestrebungen, die er erkannt zu haben glaubte, er 
I) Vergl. Chr. Haeutle, Geschichte der Residenz in München 1883. 
z) Eine Ansicht aus der Vogelperspektive giebt ein Stich in Wenings 
Topographie etc.  Publikation der Kirche von Leopold Gmelin in Ortweins 
Deutscher Renaissance, Abteilung 18. Für alle Einzelheiten verweisen wir auf 
seinen Text. 
Räe, 
Peter Candid.
        

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