Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439212
Zweiter 
Teil. 
„cr0tiscy zumaln" jener „zu den steten vnd merkten" (1586) und 
"zu den Stadt-Wappen" (1588). 
Wilhelm ging bei seinem Erweiterungsbaue mit einem 
grofsen Plane um. Er hatte nämlich die Absicht, die Katha- 
rinenkapelle und die Georgskapelle niederzureifsen, und an ihre 
Stelle eine neue zu setzen. Obgleich er schon dazu die ober- 
kirchliche Genehmigung erhalten hatte, wurde der Plan doch 
wieder fallen gelassen, und statt dessen durch YVendel Dietrich 
die Katharinenkapelle, die wahrscheinlich erst jetzt den Namen 
Renatenkapelle empfing, baulich umgestaltet, während die 
Georgskapelle in ihrem alten Zustande belassen wurde. Nun 
fanden wir in der Malerrechnung, dafs Candid im Jahre 158g 
mit anderen Malern zusammen bald für die „fl. capelle", bald 
für die „fl. neue capelle"  dann und wann heifst es für die 
„Georgen capelle"- Farben empfing, und wir meinen, indem wir 
die fürstliche Kapelle mit der Georgskapelle identisch nehmen, 
dafs hier von der Ausschmückung der oben genannten Kapellen 
die Rede, ist. Dazu kommt noch, dal's Candid in diesem, Wie 
im vorhergehenden Jahre Farben erhielt für „ein Katharinen- 
bild", das möglicherweise zum Altarblatt der Katharinenkapelle 
bestimnzt war. YVohin dasselbe gekommen ist, wissen wir nicht, 
und ebensowenig vermögen wir anzugeben, ob die in den Ufü- 
zien bewahrte Handzeichnung CandidszVermählung der heiligen 
Katharina und verschiedene Heilige (Feder und getuscht), zu 
diesem Bilde gehört. Für die Katharinenkapelle malten nach 
Haeutle im Jahre 1583 Christoph Schwarz, später Viviani und 
Hans Holzmair, und 159i arbeitete Hubert Gerhard für dieselbe. 
In der Georgskapelle (resp. fürstlichen Kapelle) wird bei der 
Farbenverteilung neben Candid stets Ponzony genannt. 
Die Malerrechnung redet noch von zwei anderen Kapellen, 
in denen Candid um diese Zeit thätig gewesen ist. Im Jahre 
1587 erhielt er, aber nur einmal, Farbe für die „Freylein Maxa 
(lXIaximiliana) capelle", in der, wie uns die Hofzahlamtsrech- 
nungen angeben, in den Jahren 1,589 und 1590 die Maler 
Schöpfer und Henneberger und die Bildhauer Adam Krumper, 
Degler u. a. arbeiteten. Die Kapelle befand sich in der Resi- 
denz, wo die Herzogin Maria Maximiliana bis zum Jahre 1603 
wohnte, um hierauf eine Wohnung im Altenhofe oder im Stifts-
        

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