Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Peter Candid
Person:
Rée, Paul Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1437919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1439204
Das 
der Herzoglichen 
Grottenhöfchen 
Residenz, 
95 
Linken eine Wage, in der Rechten das gezückte Schwert 
haltend. 
Die nicht datierte Haeutlesche Notiz: zu den Bildern, Säulen 
und Gefäfsen für den schönen Brunnen im Lust-Gärtchen mhatte 
Goldschmied Georg Mair die Modelle geschnitten, der für jedes 
Bildmodell 42 5., für jedes andere 33 H. bekam, während den 
Gufs der einzelnen Stücke Dionys F rey und den der Bilder und 
der vier Becken Bartholornäus Wenglein besorgte, wird auf die 
jetzt nicht mehr vorhandenen vier Brunnen zu beziehen sein, 
auf denen sich, wie wir schon berichteten, die Vier Jahreszeiten 
befanden. Der phantastische Stich Disels, der nur einen all- 
gemeinen Anhalt geben kann, zeigt uns vier kleine mit einzelnen, 
auf hohen Postamenten stehenden Figuren geschmückte Brunnen. 
XVir halten es für wahrscheinlich, dafs die vier jetzt im Garten 
des bayerischen Nationalmuseums stehenden Statuetten der 
jahreszeiten mit denen dieses Gärtchens identisch sind. Sie 
gelten dort als Werke Candids und Krumpers und verraten 
auch durchaus deren Weise. Da Haeutle die Rechnungsnotiz 
nicht dem Wortlaute nach giebt, so vermögen wir nicht zu 
sagen, wie weit sich hierbei die Thätigkeit des Goldschmiedes 
Mair erstreckte, vermuten aber, dafs er nicht das Schneiden 
der Modelle besorgte, die ja nicht geschnitten, sondern model- 
liert wurden, sondern, wie die beim Augustusbrunnen genannten 
Goldschmiede, nur das "verschneiden", d. h. die Ziselierung ver- 
sah. Es wird noch später von ihm die Rede sein. Diese Werke 
gehören sehr wahrscheinlich nicht dieser, sondern einer späteren 
Zeit an, wahrscheinlich als die Arbeiten im südlichen Residenz- 
garten entstanden und werden deshalb am besten im Zusammen- 
hange mit diesen zubetrachten sein. 
Die acht Knaben mit den Fischen und Seeungeheuern, über 
die wir keine nähere Kunde haben, können nicht als Werke 
des Candid gelten. 
Zu der Zeit, als die beschriebenen Werke im Grottenhöfchen 
entstanden, wurde, wie sich aus der Malerrechnung ergiebt, auch 
die Ausstattung des Antiquariums emsig betrieben. Von Can- 
dids Teilnahme in dieser Zeit hören wir nichts, hauptsächlich 
sind es Hans Thonauer und Ponzony, welche Farben empfangen 
für das „Kayser gewölbh", dieser in den jahren 1586 und 1588
        

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