Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wandlungen im Kunstleben Japans
Person:
Fischer, Adolf Wada, Eisaku
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1434966
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1436021
Wünschen, dass die Kostbarkeiten des Schatzhauses Shösöin gleich- 
falls dort zur Ausstellung gelangten, ehe die alte Holzbude einmal 
in Flammen aufgeht; aber bisher scheint man in den Hotkreisen 
wenig Neigung dazu zu verspüren, und der Ansicht zu sein, dass 
das Privateigentum des göttlichen Mikados durch den alltäglichen 
Anblick profaner Menschen entweiht werde. 
Das Museum in Nara wurde 1896 eröffnet, es ist ein eben- 
erdiger im Renaissancestil gehaltener Bau; mächtige korinthische 
Säulen zieren das Portal, flache Säulenreliefs mit ionischen Kapitälen 
Das 
llfuseunz 
Nara. 
unterbrechen die in Felder eingeteilten Wandflächen. Nur be- 
scheidene Mittel standen zur Verfügung, um diesen einfachen, aber 
zweckentsprechenden Bau, der durchgehends Oberlicht hat, auf- 
zuführen. Hinsichtlich seiner Lage aber in einem freien Naturparke 
ist er von unübertroffener Schönheit. Er liegt eingeschlossen von 
sanft aufsteigenden Hügeln, dicht an der grandiosen von moos- 
bedeckten Steinlaternen besetzten Cryptornerienallee, die zum alt- 
ehrwürdigen Kasuga-Tempel führt. Zahlreiche Rehe und Hirsche, 
die dort heilig gehalten werden, und die zu erlegen bis zur Re- 
volution 1868 bei Todesstrafe verboten war, äsen vor dem Museum, in 
den umliegenden Alleen und den Tempelanlagen; denn Nara ist seit
        

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