Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wandlungen im Kunstleben Japans
Person:
Fischer, Adolf Wada, Eisaku
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1434966
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1435638
als etwas YVerdencles erfasst werden müssen: die einzelnen sind 
keineswegs schon so hervorragende Künstler, um die hochgestellten 
Ansprüche, die europäische Kunstkenner an unsere grossen Meister 
stellen, erfüllen zu können. Es ist in erster Linie ein kultur- 
historisches Interesse, das sie in uns erweckenf") 
Die 
Weberin. 
TVazla. 
Eäsaku 
Von der Ausstellung der lNIeiji-Leute, die in demselben Gebäude 
abgehalten wurde, verlohnt es sich nicht zu reden, denn es waren 
fast du rchgehends Pfuschereien in unverstandener europäischer Manier. 
 Auf der Pariser Weltausstellung wird man, wie ich soeben von japanischen 
Freunden erfahre, nicht nur Werke im alten Stil, sondern auch solche der europäischen 
Richtung zu sehen Gelegenheit haben, und zwar im ganzen dreissig. Darunter be- 
ünden sich verschiedene, die hier in der Abbildung wiedergegeben sind und die ich 
beschrieben habe. Der YVerke im altjapanischen Stil werden fünfundfünfzig an der 
Zahl sein; ich sah bereits viele derselben, und zwar vortreffliche dekorative YVerke, 
in den Ateliers der Künstler. Schon heute kann man prophezeien, dass die Maler 
im altjapanischen Stil, die keine Konkurrenz haben, mehr Erfolg haben werden, als 
die Secessionisten, denn die eigenartigen, fesselnden, dekorativen Motive der ersteren 
verblüffen, blenden den Beschauer. Wer aber Gelegenheit hatte, tiefer zu blicken, 
dieselben Motive unzähligernale dargestellt gesehen hat, den wird die Erkenntnis 
der Einseitigkeit der Künstler vor Ueberschätzungen bewahren.
        

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