Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wandlungen im Kunstleben Japans
Person:
Fischer, Adolf Wada, Eisaku
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1434966
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1435316
ihrn Äheryorrufen müsste, isti jedoch dem Künstler keineswegs 
Ägelüngerml" , 
 l Um denxGeislt einer. Persönlichkeit, sein innerstes Wesen der 
KVelt zu üpemiiiteig; dagehört denn doch noch vielmehr dazu als 
Geschicklichkeit; füdie genügt; um schön geschwungene Linien zu 
Anmalen; es musslvor allem der beobachtende Geist, die Seele eines 
"Künstlers geschult sein, "um fremdes Seelenleben intensiv nach- 
zuempfinden, nicht bloss seine Hand. 
Aber aüch der Himmelsbote auf dem Bilde ist eine stereotype 
xErseheinurig, wie man deren oftmals auf religiösen Bildern und in 
gedruckten Sammehrerken, die Reproduktionen alter Meister ent- 
hgllten, kläggegneti 
Dies Wierkj-istoälfßnlßlswein sprechender Beweis für die begrenzte 
Fähigkeit der I ahger im Punkte der Darstellung des Menschen, 
sobald er) al tzweclz und nicht als Beiwerk auftritt. 
Eine andere Schöptung, derselben Schule angehörend, näinlieh 
Qiiiskddco Slmnsäs „Buddha predigt seinen Iüngern", Weist denseIb-en 
Älangel an Originalität, dasselbe Unvermögen, den Menschegjfalsi 
lndividuum aufzufassen, auf.  
Olwglzüwa hatte offenbar vernommen, dass ein oftmals dar: 
gestelltes biblisches Motiv „Christus seinen Iüngern predigendx sei, 
Lind eif entsänloss sich, dasselbe ins Buddhistische übersetzen zu 
lassenf 
i'll-Etwas Langweiligeres, Lebloseres, sowohl hinsichtlich der- 
teinperamentlosen Komposition als auch in Betracht des stumpfen, 
farblosen Kolorits, als diesen predigenden Buddha kann icKmii 
schwer vorstellen. ' 
Die ganze Breite des Bildes nimmt ein Altartisch ein: dzäayf 
sitzt in der Mitte, die rechte Fusssohle nach oben gekehrt, mit ge- 
kraustem Ijlaar, wie auf allen Statuen, ohne die geringste Spur eines 
indiv-ziüuetlleräluges, einfach eine Puppe, Buddha.  beiden Seiten 
stehen in respektffoller Entfernung Rakans, teils mit iium Gebet ge- 
falteten Händen, teilsx dieselben im Schoss haltend, mit vorwiegend 
phlegmatischem Ausdruck in den Zügen, gleich ihrem  
Meister. y.  
lHinpnßpizQdlia steht eine Dienerin mit einer Opfervschale in 
deifHqnd, die {Bhlmßllx enthält, eine Figur, die besonders Üraft 
an faltindische NIiniaturmä-lereien erinnert. I 
e Diese" bleibt auch den bescheidensten Beweis nldig, dass 
A Maler _  Motiv dprchdachte oder egässte. 
        

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