Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wandlungen im Kunstleben Japans
Person:
Fischer, Adolf Wada, Eisaku
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1434966
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1435288
einzigen herausfallend i  ten Ton. Ich mu ,   
dasswdieses YVerk nebe zendsten der altitalienische   
bestehen könnte, und  e Verehrung, die dieser Meis '0- 
seinerkkLandslr-zuten geniesst, vollauf berechtigt erscheint.  1 
 .5'i1'xeses,Bi1c1 war übrigens das weitaus bedeutendstex w.  
ivbn ihnixsah. Auf einer Ausstellung seiner Werke, diex  
vlfhiöäielläuxsexnabgehalten wurde, sah ich noch Hunderte seiner A13  
iaibertkeineigtjsätqnd annähernd auf der Höhe dieser beiden Kak  ß: 
Was 
ääber 
den 
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Produkten 
der 
neuen Okakura-Ifaßhivozöälvji 
Schule zu (ixesjiitlht bekam, war nicht danach angethan, in 1ir aäii; 
    
gleieheryReLspekt hervorzurufen. 1 
ereßß.     1 
Eine gar seltsame Pflanze, die 1D diesem neuen Butsug -(iart 
wuchs, ist das hier wiedergegebene Bild des Malers Keiclzü-Yan a, 
betitelt „Der Friede".  
Auf einer Torfwiese sehen wir drei Kind In einen Hahn 
danach 
angethan, 
Inir 
den 
sitzen. Ein Engel von tibernatürlicher Grösse, der gütig auf die 
Kleinen herabsieht, steht, wie es scheint, ungesehen hinteriaxihnen 
und hält einen anderen Hahn unter dem Arm. Ein entblätitertei- 
Wald schliesst den Hintergrund ab; ein stimmungsvolles herbst- 
liches Landschaftsbild, zweifelsohne das weitaus Beste am ganzen 
Werk, zeugt es aber auch von starkem europäischem Einfluss. Die 
Bedeutung dieser Allegorie ist folgende: 
In dem Hahn ist Korea versinnbildlicht, denn Korea, oftmals 
Keiriu genannt, d. h. Hahnenwald, wird auf Bildern zuweilen als 
Hahn dargestellt. In den drei Kindern verschiedener Rassen will 
der Maler Europa, ]apan und China personifizieren, Welche die Ober- 
herrschaft in Korea anstreben. Der Friedensengel aber ist der 
schützende Genius, der das bedrohte Tier den Händen seiner Quäler 
entreisst und es unter seine Fittiche nimmt. 
Nur als Landschaftsbild, ohne alles allegorische Beiwerk, ohne 
diesen langweiligen Riesenengel, der so ganz im herkömmlichen 
Butsuga-Stil, wie eine Kwannon (Göttin der läarmhcrzigkeit) gemacht 
ist, konnte man sich an diesem Bilde erfreuen; so aber kann man 
dem Maler nur den Rat erteilen, erst Figuren nach der Natur zu 
studieren, ehe er daran geht, ligurenreiche Allegorien zu schaffen. 
Ein unter Okakuras Leitung stehender Ktinstverein „Kwai.gwa. 
Kyokwai" hat dieses Werk dazu ausersehen, aufder bevorstehenden 
Pariser Weltausstellung die neue Butsuga-Schule zu vertreten. 
Ein derselben Richtung angehörendes Bild, gemalt von Terazaki 
Kögyo, stellt den Prinzen Sidlzaßrta (Buddha) dar, wie er mit einem 
in Wolken gehüllten Boten, der vom Himmel niederstieg, spricht.
        

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