Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wandlungen im Kunstleben Japans
Person:
Fischer, Adolf Wada, Eisaku
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1434966
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1435183
Auch "diesem Saal wurden Kakemonos pausiert, gleichzeitig 
aber auch lebende Blumen und Vögel mit einer kalllI1"'1Tl8l11' 
steigerungsfähigen Geschicklichkeit gemalt.  ff;  
   DerüSaal des zweiten Jahrganges war von zweiunddreissig 
ilSchülern beäucht; hier kopierte man meist Kakemonos oder Byoluus 
(Wandßschirnie), auch komponierten die Studierenden mitLQJHilfeM 
ihrer eigenen gkizzenbücher oder vermittelst Sammlungeniälter Meister 
in:g-Iolzschnittreproduktionen neue Bilder. 1,- Äx_  
  Nur von siebzehn Schülern war hingegen der dritte Kursus 
"ibelsucht. Diese waren teils damit beschäftigt, Fächer zu malen, 
teils neue Kakemonos in der Art ihrer Kollegen vom zweiten jahr- 
gang zusammenzustellen. 
Die Schüler der vierten Malklasse  sie zählt dreizehn Teil- 
nehmer  waren kaum mehr thätig, da die Vorbereitungen zu ihren 
Prüfungsarbeiten sie ilganz in Anspruch nahmen.  
Auf diese Arbeiten das europäische Kunststudium doch" 
schon teilweisen Einfluss ausgeübt, da die Schüler nun farbigen, 
Skizzen vor  früher die japanischenKMaler-t- 
alten Stils, wie mich ihre Sleizzenbüpheiglehrten, nie thaten. Lieltztkefklä 
begnügte 1 sich vielmehr, die  vor der Natur in Tusche"'zu- 
pinseln, cäf Fariiitäsizßgaumes,(lielsens u.s.w. einfach daneben 
zu schreib; das ÄedäGhfI-iis musste dann bei der Ausführung die 
Farbentöne i; 57 Seele "des Malers zaubern, so gut es eben 
ging. So Tniy es auch, dass der japanische Maler höchst selten 
ein der Natu  treues Bild wiedergiebt, wie wir es vom Land- 
schafter verlang, sondern dass er nitr gine Stimmung, einen Zu- 
stand reproduzieft, die die Natur in seinefkäelethervorgerufen hat. 
Die": Natur bildet gleichsam nur den Thon, us_ dem er seine Figuren 
"IHÖtlClT. H  .1  
Dem Einllussjdes damaligen Untäriöliäiiiinisters, des Marquis 
Seimgji, eines begeiiterten Xlerehrersifranzösischer Kunst, hat es die 
westliche Kunst zu danken, dass sie im September 1896 Zutritt in 
die Kunstschule Tokyos erhielt. 
e], Es wurde nun eine Abteilung für europäische Malweise er- 
richtet; des Ministers  vrkzeug  hierzu War der in Paris bei 
{Raplzxaäl Collin ausgebildetegjaxpa "i c_he Maler Seiler! Kouroda, der be- 
clehütenclste und zugleichfeifrigsäziäApostel europäischer Malweise in 
seinem Vaterlande. 45h. 
Marquis Seionji WÜIISgHtC, dass 
Einflusses jährlich fßlfunstschüler, 
Zlll" 
der 
Förderung europäischen 
das Reifezeugnis erlangt
        

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