Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wandlungen im Kunstleben Japans
Person:
Fischer, Adolf Wada, Eisaku
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1434966
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1436130
Zeitgenossen 
bewundert. wie ein Gemälde seines berühmten 2 
Tqo-tsg- und anderer grosser Künstler. 
 Die Malerei der Ostasiaterl entwickelte sich 
EIUS 
ihrer 
Kalli- 
ü Äalnxa-lienhäi am besten studieren kann; 
ßlie e dermüfsdiizxsc  i e wurzelt tief in ihrer Kultur, 
eiif  4' diti seit irväter Zeiten. Man kan 
b;lt iäOistasia _-X_diese3übeä:ene lighing dQ eIeganÄ 
Äiinie, wenn mit; dies be im Zusamm  iiT 
IEfXVäfT ng ziieh k '_t em Verstande begreifen  wer na uhlen 
 n i ieht. "eses bei uns neuerdings so beliebt gewordene 
gedankeslol  it schönen Linien, d Uebersehätzen der- 
selben, das kritiklose {opieren der Ostasiaten dQfte denn doch nur 
mit einer krankhaften Sucht nach Neu , Üngewöhnliehem zu 
motivieren sein. Ä 
]ene Manie, unseren Geschmack in die  anische Zwangs- 
jacke zu stecken, scheint sich neuerdings auch" das bi r 
Litteratur erstrecken zu wollen. Iapan ist in letz Zeiiwi. 
Vorliebe die Brutanstalt alles für das fernstehende Pgmik yid 
die Kritik unkontrollierbaren Stilgedusels und Kunstähwulvsteg 
geworden. 
Es ist einfach bodenlos, Wie ]apan sich in den verworren 
Gehirnen gewisser litterarischerß Schaumschläger abspiegelt, J. 
Schlüsse ziehen, Behauptungen ärdäitmstdogmeil aufstellen Wollen, 
die jeden intelligenten Iapaner  enner der japanischen Kultur 
zum Lachen reizen müssen. X;  
und 
Kunäghwulväfbs, 
Eine neue Litteratur auf der vlS der japanischen aufba n, 
wie hysterisch überreizte Japan en in Vorschlag bring üas, 
h1esse uns zum „Hans 1m Gluck a 16H, der fur sei _G  
klumpen einen Stein eintauschte. 
 YVir besitzen eben in den deutschen Museen noch kein ausreichendes und 
geordnetes Material, speziell von Malereien, das demjenigen, der nicht im Lande 
selbst lange lebte oder Gelegenheit hatte, eingehend und wiederholt die grosscn 
Pariser und Londoner Privatsammlungen zu studieren, ermöglichte, die Entwickelung 
der japanischen Künstler, den Charakter des Einzelnen beurteilen zu können. S0 
konnnt es denn, dass mit Namen hervorragender japanischer Künstler ein unglaublicher 
Fnfug getrieben wird. Kürzlich las ich einen Aufsatz über japanische Kunst, in 
dem Holirusais "reiches Gemüt" betont wird. Mit demselben Rechte könnte ein 
Japaner schreiben: "Adolf von Menzel, der grosse deutsche Künstler mit dem reichen 
Gemüt". Hokusai, dieser grosse Könner, dieser scharf beobachtende, tretfsichere, 
ungemein vielseitige, vorwiegend humoristische Künstler vermag Ausserordeirtliches, 
aber auf das Gemüt zu wirken, ist ihm unbedingt versagt.
        

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