Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wandlungen im Kunstleben Japans
Person:
Fischer, Adolf Wada, Eisaku
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1434966
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1436127
Wie iicltfxsio wird Wohl jeder Europäer, der die Museen difrchä 
wanderExstaunen, wenn er neben den farbenprächtigsten lllalereleijij 
auf altfirädigvqm (lrunde solche hängen sieht. auf die nur  
iflllsche "angeführte Schriftzüge gemalt sind. die auf uns schfeclflidh 
nüchtern wirken. Zuerst dachte ich, dass die meist daraiilfxgeinältefiv- 
U-tas M30 heißen die aus siebzehn Silben bestehenden   
_se sinnig wären, und erklärte mir so das Entzückenkdjr  
er. Nachdem ich rnir aber den Inhalt verschiedener hatte 
iÄDHSCtZGH lassen, die die erschütterndsten Thatsachen der Welt ent- 
hiillten, dass „der YVind nach Sonnenuntergang kühl weht". und 
dergleiclien mehr, erläihr ich denn, dass die Bewunderung nicht dein 
laetreffeirden 'G.edichte_ gelte, sondern dass man sich an den so vor- 
trefflich gemalten Schriftzeichen ergötze. Uns normalen Europäern 
fehlen bisher die OrgÄSe, uns für die Schreibmalerei. und sei siß; 
ihrer Art noch so vol oTen, begeistern zu können.  Es hat! 
mich ohnehin sehon Kgewundert, dass nicht längst ein dekad-  
Kunstgigerl beim" blieliijeiiets _iapa,1:lischen Buchstabens geseh 
hat „1nir Wird  wie") ulnd einen tiefste YVeisheitqC  
strömende  Attfsatzq eiywßygis nischen Buchstaben" kmwi 
Stapel geh en hat! 4x i: ( - i? 
Bei d  Such fg-{Äräcßnsäem Gebiete den ]apanern alles 
nachzuäffen so in? xelißdmiausiääzyung Wäre Wieder einmal für 
sensationslüste e  GUÄÜtCIrCtXXYEIS Nägesk  , Wäre ich gar nicht über- 
rascht, Wenn . bei uns die Bucsißäempzttieilei noch zu Ehren 
der 
jgläänischcn 
Buchstaben 
MM 
lääme, ehe das "hundert end et.  Q f   
w Was bei un. albern und zgqgeschnia t  das ist bei den 
Qsfäsiatcn eine ltureigentümliclslzeit, di ieidin ihnen wurzelt. 
 auch läeineswegs lächerlich gt. D" ichllosen chinesischen 
Jächriftzcichen, die er gebildete Ia mcy 13g gebraucht wie der 
Sohn des himmiisäen Reiches, biIQenIem-Äeliendcndes Studium 
des 
ein 
Gelehrten, des 
neues Zeichen 
   f '   
ddungsbcdurfhg , der fur Jeden neuen 
rlernen muss, Änn er sich desselben 
Begriß" 
in der 
Schriftsprache bedienen Will. Der Üuchstabe, oder richtiger gesagt 
das Schriftzeichen, für einen jeweiligen Begriff nimmt demnach schon 
2115 Fäusdruck hoher Bildung" ine ganz andere Stellung in der Kultur 
 Qstasiaten ein als 483i B. "bei uns. S0 genoss schon im 
Ikghnien Jahrhundert der agÜäi0-n0-T0fu mindestens dasselbe 
Änsehen und dieselben lh wie der berühmte Maler Kose-no- 
Kanaoka, der Begründer des  assischen _japanischen religiösen lYIaler- 
stils: desgleichen wurde i China am Hofe der chinesischen Kaiser 
der Tangdynastie ein Mtabe des Kalligraphen Wang Hi-cke ebenso
        

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