Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Häusliche Kunstpflege
Person:
Schultze-Naumburg, Paul Cissarz, Johann Vincenz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427724
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1428512
FZVÄVZWVZVÄFÄFZFZ. 63 535353535353535353 
gesßhildeften Aufgaben so lange, lange behandelt 
worden sind. Und spricht nicht dekorative und archi- 
tektonische Schönheit gerade so zu unserer Seele, wie 
irgend welche andere? Wer's nicht glauben mag, der 
gehe nochmals zu den Grossen der Renaissance, und 
prüfe, indem er bei ihnen geniesst. 
Im Anschluss an die Ästhetik des Zimmerbildes 
möchte ich noch einige praktische Fragen erörtern, 
die in Nichtkünstler-Kreisen nur zu oft keine Antwort 
oder doch keine Lösung linden. 
Ich sprach wiederholt vomWandbilde 
 als der natürlichsten und am besten 
X 331'213: ' und edelsten schmückenden Form des 
Bildes. Man stelle sich einen Raum 
 nur wirklich vor, dessen Hauptwand 
in einer gewissen Höhe vom Boden ab in ihrer 
ganzen Ausdehnung von einem Wandbilde ausgefüllt 
wird, das in seiner diskreten Tönung den Ein- 
druck der abschliessenden Wand nicht unterbricht. 
Da es ein Stück der Wand ist, hat es natürlich keinen 
Rahmen, sondern nur eine schmale Leiste, die bei 
.dem geringen Raum, den sie einnimmt, recht gut 
von Gold sein kann. Kein Vorgang, keine auffälli- 
gen Dinge brauchen hier dargestellt zu sein. Aber 
Stimmung muss von der Wand wehen, der Blick 
muss träumend den Linien entlang gleiten und schwei- 
fend sich verlieren können. Es ist für das Wandbild viel 
wichtiger, dass nichts Störendes, nichts "Herausfallen- 
rdes" darauf ist, als dass der Blick von etwas Beson-
        

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