Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Häusliche Kunstpflege
Person:
Schultze-Naumburg, Paul Cissarz, Johann Vincenz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427724
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1428421
VÄRWZFAFZVAWÄVÄW 54 SWNSWSWSVSWSVSWSW 
"die als Kunstwerk sehr schön, aber nicht zum Zwecke 
des Schmucks entstanden sind und deshalb auch nicht 
an die Wand gehören. Und es ist deshalb eine durch- 
aus berechtigte Forderung, dass die zum Schmuck 
der Wand bestimmten Werke auch dekorativ seien, 
ohne damit ihre anderen guten Eigenschaften aus- 
zuschliessen. 
Damit man mich recht verstehe, 
S Das ä möchte ich ein paar Worte 
dekorative einschalten, was ich hier unter 
Moment Schmuckwert, dekorativem 
Wert verstehe. Man nehme etwa 
folgendes an. Ich habe ein Blatt von irgend einem 
Meister, auf dem dieser mit Feinfühligkeit die Um- 
risslinie einer Gestalt mit dünnem Striche, meinet- 
wegen mit Bleistift, gezogen habe. Das Blatt sei gerade 
dadurch eine Meisterleistimg, an der man jedesmal 
seine Freude hat, wenn man's zur Hand nimmt. Um 
sich nun diese Freude dauernd zu verschaffen, lässt 
man das Blatt rahmen und hängt es an dem bevor- 
zugtesten Platz an die Wand. Nun aber, da man 
täglich daran vorübergeht, unterlässt man es bald, da- 
vor stehen zu bleiben und das Auge liebkosend über 
die Konturen gleiten zu lassen. Schliesslich nimmt 
man nur noch das weisse Blatt wahr  das dekora- 
tive, das schmückende Ergebnis ist  dass man 
ein weisses Papier aufgehängt hat. Der Zeichnung 
gingen eben alle dekorativen Eigenschaften ab, und 
es war falsch, sie an einen Platz zu hängen, von
        

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