Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Häusliche Kunstpflege
Person:
Schultze-Naumburg, Paul Cissarz, Johann Vincenz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427724
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1428234
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Fassens zugleich mit einer angenehmen Linie ver- 
binden müssen. 
Geht man dann an die Stoiffrage, so bietet sich 
ein ungemein reiches Feld zur Ausgestaltung. Wie 
bei allen anderen Teilen möchte ich auch hier be- 
tonen: warum stets ein Ornament, ein Muster als 
selbstverständlich auch für die Vorhänge voraussetzen? 
Auf die Farbe kommt es doch hier wie überall zu- 
nächst an, auf einen sympathischen Ton, der mit den 
Farben der Wände und der andern Umgebung einen 
Accord ergiebt. Also nicht etwa immer dieselbe 
Farbe wie die Wand suche man, sondern einen 
Gegensatz. 
Doch ist hier beim Vorhang, bei dem es sich 
nicht um einen Hintergrund wie bei der Wand handelt, 
ein ornamentaler Schmuck viel eher am Platze. Fehlt 
er, so geht es auch  mit den Farben allein lässt 
sich alles machen. Bleibt aber für die ornamentale 
Ausgestaltung Zeit und Geld übrig, so blühen auch 
da die reizvollsten Aufgaben. Man denke sich z. B. 
nur einmal dunkeln Samet, an dem eine schlanke 
Stickerei vom Boden ansteigt. Doch darin liegt das 
Heil nicht. Ein weisser einfacher Musselin draussen 
und innen ein farbiger Molton oder Tuch - für die 
rein praktischen Forderungen und um eine künstle-  
rische Wirkung zu erzielen, genügt es. 
Dasselbe gilt natürlich auch von Portieren, die, 
wenn sie zum Ersatz von Thüren dienen, oft recht 
gut innerhalb der Leibung angebracht werden können.
        

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