Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Häusliche Kunstpflege
Person:
Schultze-Naumburg, Paul Cissarz, Johann Vincenz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427724
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1428079
Zimmer, die besonders zart wirken sollen. Überhaupt 
könnte man von Stoff einen viel reicheren Gebrauch 
machen. Der Vorwurf des Unhygienischen wäre nur 
dann berechtigt, wenn man überhaupt und durchaus 
Stoffe vermiede. Da dieses ja aber fast nie der Fall 
ist, warum dann diesen schönsten Wandbelag ver- 
meiden, besonders da sich Vorrichtungen zur häu- 
figeren Reinigung bei genügendem Eingehen auf 
die Sache leicht bieten. Schliesslich sei auch noch 
der Wandbemalung gedacht, die allerdings kost- 
spieliger, aber schliesslich für den, der sein Heim 
liebt, auch nicht unerschwinglich ist. Auch hierüber 
noch beim Thema Bilder. Es giebt nun heute auch 
wirklich schöne Tapeten, und ich kann mir denken, 
wie ich mir selbst ein Zimmer mit einer, die mir be- 
sonders getiele, auskleben liesse. Aber dann wäre 
die Tapete das Motiv, das das Zimmer beherrschte. 
Also dann keine Bilder, die Tapete erfüllte in solchem 
Fall mit ihrem formalen und koloristischen Rhythmus 
das Zimmer. Freilich müsste man nun auch wieder 
dafür sorgen, dass eben dieser voll zur Geltimg 
käme, und ihn nicht wieder durch ein Über- 
wiegen der Möbel zum blossen Hintergrund herab- 
drücken. Es giebt heute sehr schöne auf rauhes 
Papier gedruckte Friese, iigürliche und ornamentale. 
Solche sind als Abschluss oben gegen die Decke 
-hin zu brauchen, wobei ja wieder die Materialien 
variiert werden können. Also etwa: Stoffwandbeklei- 
dung, oben ein breiter Figurenfxies. Als einen oft
        

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