Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Häusliche Kunstpflege
Person:
Schultze-Naumburg, Paul Cissarz, Johann Vincenz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427724
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1429239
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wird das Gefühl, dass er selbst, sein eigener Körper 
nicht von tadelloser Reinheit ist, quälend sein müssen. 
Und doch soll es gute Familien geben, in denen täg- 
liches Baden oder Waschen des ganzen Körpers nicht 
zu den Selbstverständlichkeiten gehört. Die Engländer 
machen sich schon lange über diesen Punkt bei uns 
lustig, den sie für ein Charakteristikum von uns Deut- 
schen erklären. Späteren Zeiten wird so etwas schwer 
in den Kopf gehen wollen. 
Mit der jetzigen erwachsenen Generation wird nicht 
mehr viel anzufangen sein. Nicht, dass der Körper 
sich nicht noch verbesserungsfähig zeigte; die Leute 
sind in ihren gewohnten Anschauungen nicht mehr zu 
ändern, aber an das heranwachsende Geschlecht, an 
die Kinder denke ich hier. An die Mütter geht meine 
Mahnung. Wenn ihr eure Kinder lieb habt, so gebt 
ihnen mit der Schönheitsfreude auch den Grundquell 
der Erziehung zur Freude und zur Schönheit: einen 
gesunden und schönen, gepiiegten Leib. Und wenn 
ihr für euch selbst auch nicht mehr das mindeste 
Interesse habt, so zwingt euch wenigstens euren Kindern 
zu lieb dazu, sie darüber zu unterrichten, was 
für ihren Leib notwendig. Sie werden es euch schlecht 
danken, wenn ihr es versäumt. 
Wenn die Beobachtung richtig ist, 
 dass sich noch bei weitem der meiste 
v Kleider latente Kunstgeschmack beim weib- 
lichen Geschlecht vorfindet, so ist 
 das gewiss nicht zum mindesten der
        

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