Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Häusliche Kunstpflege
Person:
Schultze-Naumburg, Paul Cissarz, Johann Vincenz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427724
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1428923
QRRFÄVÄVZVÄRWZ. 1 Q4 5353535353539533 
könnte. Aber der Segen überwiegt doch wohl, und 
jedenfalls darf über Mangel an Kunstanregung auch 
der Unbemittelte nicht klagen. 
Ist einmal der Grundstock einer Sammlung ge- 
bildet, wird sie zu einer Fülle von Anregung für den 
Besitzer, ja für die ganze Familie (ich kenne solche 
Fällel), so wird es sich in den meisten Fällen von 
selbst machen, dass allmählich auch wohlfeile Original- 
werke (sie brauchen deswegen nicht schlecht zu sein) 
hinzutreten. Ist erst einmal die Freude daran erweckt, 
dann giebt das Budget auch einen kleinen Kunstfonds 
her, der unserer Sache zu gute kommt. Ich sprach 
schon bei Gelegenheit der Weihnachtsgeschenke da- 
von, wie gute Radierungen, Lithographien, ja selbst 
kleine Originalwerke durchaus nicht so unerschwing- 
lich sind und erinnere hier noch einmal daran, welche 
Freude Künstlern meist damit bereitet wird, wenn sie 
ehrliche und warme Teilnahme linden, sodass viele 
von ihnen die pekuniären Vorteile vielleicht gern 
ausser acht lassen, lediglich um ein grosses Ziel: die 
Erziehung zur Kunstfreude zu unterstützen. Not that's. 
Irgend wer hat mal gesagt, jeder Mensch müsste zum 
mindesten ein Steckenpferd haben. Wie anders säh' 
es bei uns aus, wenn recht viele das Steckenpferd 
des Kunstsamrnelns ritten und sei es in seiner primi- 
tivsten Form. Man lache die Leute nicht aus, die 
ihren Schatz sorgsam hüten, ihn ordnen, einfügen, 
sichten, verschliessen, ihn wieder hervorziehen und 
wieder betrachten. Gewiss, ein Teil davon ist Pedan-
        

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