Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427400
4 yaveqi dctepov nach Teleklos regiert sein Sohn Alkamenes in Sparta; yevad itpd- 
repov vor der zweiten Schlacht im ersten Kriege haben die Asinaeer sich nach Sparta 
geflüchtet (775 resp. 738); 4, 15, 3 bricht der zweite Krieg iicsrepov rpiry yevsq? nach 
dem Ende des ersten (722-685) aus. Fevsq? irpdrepcv vor der ionisehen Wander- 
ung hatte Theras die Kolonie nach Thera geführt (7, 2, 2): da dieser vorher 
Vormund über seine Neffen Eurysthencs und Prokles gewesen war, fällt die Kolo- 
nie des Neleus (1044) eine Generation später. Diese Zeiten sind nach wirklichen 
Geschleehtsfolgen richtig berechnet; ohne dieselben wird 8, 27, 11 u. 12 die Re- 
gierung des Lydiades und Aristodemos in Megalopolis bestimmt. Der erstere 
herrscht 660 ncifaioza Üsrspov Taveoziq, Aristodemos gleichzeitig mit dem spartanischen 
Könige Akrotatos, den Pausanias übrigens mit einem älteren Prinzen verwechselt (Clin- 
ton p. 232 Kr.) Die Niederlegung der Tyrannis durch Lydiades fällt gegen das Ende 
von Ol. 136 : 132 v. C1112, der Tod des Akrotatos e. 262, also begann die Re- 
gierung des Aristodemos früher. Wir haben also hier mehr als eine Generation 
und weniger als zwei, Pausanias rechnet die laufende für voll, 660 yevsai; ist gleich 
ösoräpq yaved. Folglich bedeutet in der verdorbenen Stelle Teveq? so viel icpcirg; 
ysveqi, die natürlich gleich nach-dem Perserkriege Ol. 75, 1 beginnt. Dass die 
Generationen nicht voll waren, deutet an beiden Stellen das Wort noikisra an. 
Onatas brauche ich also auch nur nach Ol. 75, 1 thätig; sein zu lassen, und daran 
wird B. keinen Anstoss nehmen. Eben so steht es mit der andern Stelle. B. 
rechnet von der Schlacht bei Actium, Pausanias von August bis auf Hadrian 4 
Generationen: 4 Generationen nach August d. h. von 14-117 n. O. geben 103 
oder einige Jahre mehr, d. h. 3 volle Generationen und etwa eine halbe. 
Man sieht, die Generationen zählen sich wie die Olympiaden, die laufende mit- 
gerechnet, aber nur in den Fällen, wo durch den Dativ ein Datum bezeichnet 
wird. Wenn der Accusativ mit äizi gebraucht wird, erstreckt sich die Rechnung 
auf die volle Generation, und noch mehr ist das der Fall, wenn der Accusativ 
allein steht, wie in der Stelle des Theophrast; sie bedeutet, wie ich jetzt für rich- 
tig halte, 120 Jahre. B. fragt zwar: "warum gab er, wenn er sich so genau um 
die Jahre gekümmert hätte, sie nicht in Zahlen an?" Das ist aber eine nicht auf- 
zuwerfende Frage; Theophrast hat es nicht thun mögen,  vielleicht um sich die 
grossen Zahlen zu ersparen. 
Also die „Allgemeinheit" der ganzen Zeitangabe muss ich bei Theüphrast in 
Abrede stellen. Es bleibt die „Unbestimmtheit der Grenzen". Ich hatte gesagt: 
„so lange man nicht wusste, ob man den ganzen Holzvorrath brauchen würde, 
„bildete das Bauholz keinen Theil des Tempelinventars; sobald man einsah, dass 
„ein Rest blieb, wurde dieser als Eigenthum der Artemis von den Sehatzmeistern 
„des Tempels übernommen und in den Rechnungen selbständig fortgeführt." B, 
fragt dagegen: „wann wurde das Holz in die Rechnungen aufgenommen? am 
„natürlichsten doch wohl, als es gekauft und bezahlt wurde; und wann in den In- 
"ventarien gestrichen? doch gewiss nicht, als es zur Verwendiuig bestimmt, sondern
        

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