Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427399
behauptet B. wiederholt: „Plinius rechnete, freilich irrthümlich, die Generation zu 
15 Olympiaden." Wenn er das gethan hat, so hat er einen starken Irrthum be- 
gangen, der allen übrigen Rechnungen widerstreitet. Die Bemerkung von A. Schöne 
S. 542, dass die Fälle von doppelter chronologischer Tradition im Eusebius-Hiero- 
nymus häufig wiederkehren, bestärkt mich in der S. 12 ausgesprochenen Vermuth- 
ung, dass bei Plinius zwei Traditionen über Hipponax vermischt worden sind. Er 
scheint eine vor Augen gehabt zu haben, wie sie bei Hieronymus vorkommt, wo- 
nach der Dichter weit früher (bei H. Ol. 23) lebte. Später mag cr der geläufigen 
beigepilichtet und die Worte quem certum est LX. Ol. tnisse an den Rand ge- 
schrieben haben. Dass solche Randbemerkungen bei der nach seinem Tode be- 
sorgten Ausgabe in den Text gekommen sind, ist nicht auffallend. WVie dem auch 
sei, ein solcher Fehler sei es des Schriftstellers sei es des Textes kommt eben 
seiner Grösse wegen nicht in Betracht. Auf jeden Fall hat B. Recht, wenn er 
Kstlg. 1, S. 38 sagt: „Ein Menschenalter wird nach allgemeiner Annahme nur zu 
dreissig [oder 331,3] Jahren in Anschlag gebracht" und daraus den Fehler der Stelle 
beweist; was aber ihm recht ist, das ist mir billig. Verdorben sind auch, wie 
B. selbst nicht mehr bestimmt bestreitet, dic beiden Stellen des Pausauias. ln. der 
ersten lese ich mit Andern 721a? satt ysvsaig. „Wäre nun," entgegnet B., „wie U. 
„behauptet, ysvsol eine genaue Zeitbestimmilng, so müsste Onatas noch Ol. 80 
 h. acht volle Olympiaden nach Ol. 75,1) thätig gewesen sein. Glaubt das U. 
„selbst? Gewigs nicht." Allerdings nicht. Es ist aber nöthig, auf Pausanias 
Sprachgebrauch näher einzugehen. Unter den zahlreichen Stellen, worin das Wort 
Genea vorkommt f), sind die meisten aus der Heroengeschichte genommen und da- 
her nicht zu controlierenfg), o7. ydp olpxalot roiv Ädyoiv 0'512 0d TIPOUOIVTWV Sagt's: ysvstöv, 
60.7.0: es rchoioacßat ösöuizaov. m3. nähere ä; rät yävr] wir rfpuiwv (1, 38, 7), eben so- 
wenig die Rechnungen bis zu des Schriftstellers Zeit (VIII, 9, 9. 32, 3. 42, 13). 
Dass er aber eine bestimmte Periode darunter versteht, beweisen die Angaben von 
5 Königen in 4 Generationen (2, 18, 4) und von 4 Königen in 3 Geschlechtern 
(4, 15, 3). Festere Anhaltspunkte gibt zuerst 4, 3, 3. Danach fand die Rückkehr 
der Herakliden öde Tsvsalg vicrepw nach der Einnahme von Troja Statt, d. h. 60 
Jahre nach Strabo 13, 582; Pausanias rechnet also die Generation zu 30 Jahren. 
2, 4, 4 vergehen von Aletes bis auf die Abschaffung der Königsherrschaft in Korinth 
10 Generationen; 1050  300 z 750 (nach Peters Zeittafeln 1050 und 748). Die 
Nachrichten überdie messenischen Kriege setzen dieselbe Zeitdauer voraus: 4, 4 
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 I. 3, 2 11, 1. a7, e. a8, 7. 32, 6. 11, 4, 4. 1a, 2. 14, 4. ns, 4. w, 2. IV, 2. a 
a, a u. 4. 4, 4. s, s. 18, s. a4, 9. 35, 2. v, a, 6. VII, a, 2 u. s, 4, 9. VIII, a, 1. s, 9. 
21, 11. 42, 1a. 42, 7, 
 An Qillßf 1, 11, 6, ist nävt: uai öäxa in nävr: xai eine: zu verbessern. Pyrrhue war naßh 
Dexippos (Olinton f. Hell. ad. Kt. 12.250) der 23ste Nachkomme Achilles. Setzte Pausanias die Ein- 
nahme Trojas in 1145 oder 1140, so verliefen bis auf Pyrrhue Zeit 24 Generationen. 
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