Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427389
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bolos bedeutet. Das ist denn auch bei den von Brunn aus den von mir angeiiihr- 
ten hervorgehobenen Stellen der Fall. Brunn citiert 1) Herod. 8, 135 äkiäaiv  .  
ä; 106 Hrroiou Äudklwvo: 1d täpevoq ' 10610 öä 16 ipöv zakäerat es, Hruizov und 
fragt: „ist es da auch nur erlaubt, Zpclv durch ,Tempel zu übersetzen?" Ich 
glaube, meine S. 6 vorgetragene Behauptung: "für Götter wird das Temenos 
zum Hieron   durch den darin errichteten Tempel" passt genau auf diese Stelle. 
Denn bei Strabo 9 p. 413 nennt Pindar den Stifter Teneres vamcöloi) naiv-m 
öanäöoisiv eigioxläa. 2) "Wenn Darius (Her. IV, 85) auf einer Insel am Pontus 
äCÖpa-Io; äui 14,6 ipqi äfänäa-co rrlv Ildv-cav, sass er da etwa auf dem Dache des Tem- 
pels?" Gewiss nicht, wohl aber am Tempel; denn fanf mit dem Dativ heisst bei 
als Ortsbestimmung (wie Thuc. 3, 99. nepmdhov äni rq3"A)_1pzi 1101011196)". So die 
erste Grammatik, die mir in die Hände fällt, Matthias ä. 586. Ebenso verhält es 
sich mit der dritten Stelle IX, 65 mp0? w]; Aßnq-cpo; v) 57.00; gxazonävova edöä 
si; äcpaiw, wir llepsäwv 051a äsekßolv ä; 1d rägisvoq oÜ-cs äicoßavröv, tcepi "cs 16 ipöv oi 
wclsiorov. äv 1c? ßaß-rjkqi "äneoov. „Hier ist doch wahrlich nicht von einem Tempel- 
„gebäude die Rede", meint B., „sondern die Bedeutung V0I1 lpöv tritt durch den 
„Gegensatz äv zu? ßeßvjlzf) in das schönste und unzweifelhafteste Licht." Von der- 
selben Gegend und Gelegenheit sagt Plutarch. Aristid. 11 vadg aipxaio; naive Avfptqi- 
"cpo; 'E).eoowfa; xai Kdpn; upooayopaodgravoq. Hieron bedeutet also bei Herodot den 
Tempel mit seinem Peribolos. Dieselbe Bedeutung hat u) "Hpaäov bei Herodot 1, 
70. 3, 123. 4, 88. 9, 96: also auch 4, 152. Jene Stellen beziehen sich auf 
Zeiten, worin der Tempel des Rhoekos entschieden schon bestand; also ist es sehr 
wahrscheinlich, dass die letzte Stelle ihn ebenfalls voraussetzt. Mehr als die Wahr- 
seheinlichkeit habe ich S. 7 nicht behauptet. 
Die 
Thüren 
des 
Tempels 
VOII 
Plphesos. 
Aus der Stelle bei Theophrast. hist. plant. 5, 4, 2, wonach zu dem neuen 
Artemistempel Cedernholz verwandt wurde, das vier Generationen gelegen hatte, 
folgerte ich, dass dies alte Holz bei der Vollendung des alten Tempels als über- 
schüssig zurückgelegt war, diese vier Generationen den Zeitraum zwischen dieser 
Vollendung und dem nach dem Brande Ol. 106, 1 erfolgten Neubau bezeichneten; 
und da. an jenem 120 Jahre gebaut worden war, erhielt ich, die Generation zu 
33113 Jahren gerechnet, für den Anfang des ersten Baues 01.4]. Brunns Bemerk- 
ung, dass die Generation auch zu 30 Jahren gerechnet werde, War und bin ich 
geneigt mich anzusohliessen; danach begann der Bau Ol. 44. Zum Beweise, gieße 
„die Bestimmung nach Generationen überhaupt äusserst veger Natur sei", berief 
sich B. auf Plin. 36, 11 und Pausen. 8, 42, 7, sowie 8, 8, 12. Ueber die erste Stelle
        

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