Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427628
B.: 11) 35, 55: „eirca Romuli aetatem muss Bularchos für Kandaules gemalt 
Thaben: denn Kandaules soll in demselben Jahre wie Romulus gestorben sein. 
"Also auch hier stellt Plinius nur einen allgemeinen Synchronismus für die Zeit- 
„bestimmung des Bularchos auf." Ja, aber einen richtigen. Wenn Kandaules 
Ol. 18, oder zugleich mit Romulus starb, so lebte er in jedem Falle gleichzeitig- 
mit Romulus. 
B.: 11) 36, 15: "(statuaria et pictura) cum Phidia cocpit LXXXIII. olympiade, 
„post annos circiter. OOOXXXII (nach Beginn der Olympiaden). Plinius multi- 
wplicirt einfach, während die Oberflächlichkeit der ganzen Bestimmung noch beson- 
„ders aus dem eoepit hervorleuohtet." Die Sculptilr fing nach 34, 19 mit Phidias 
an, denn er steht an der Spitze der aetates; die Malerei ebenfalls nach 35, 15, wo 
Phidias und Panaenos an der Spitze stehen. Gegen diese Ordnung wird zwar im 
Folgenden gestritten, aber offenbar nach einem andern Gewährsmanne. Die Mul- 
tiplieation ist allerdings einfach, sie beweist aber, dass 83 X 4 I circiter 332 ist, 
und um diesen Sprachgebrauch handelt es sich. 
 Schon diese Stellen würden hinreichen. Selbst wenn man die nach meiner Meinung 
verdorbenen nicht ändern will, enthalten sie allenfalls mit Ausnahme von Nr. 6, kein 
Datum, das weiter als  Olympiade unbestimmt ist. Eben so verhält es sich mit den 
Daten anderer Schriftsteller, welche Olyrnpiaden allein oder in Verbindung mit Jahren 
Roms angeben. In jener Stelle des Gellius finden wir u. a., dass consulibus Olaudio 
Oentone Appii Oaeci filioet M. Sempronio Tuditano primus omnium L. Livius poeta 
fabulas docere Romae coepit post Sophoclis et Euripidis mortem annis plus fere centum 
et, sexaginta, post Menandri annis circiter quinquag-inta duobus. 405  160 z 245, 
daher plus fere; 291  52 1-  vgl. Olinton p. 192 u. 193. Kann man eine 
genauere Angabe sich denken, wenn man die kleinen Abweichungen der verschie- 
denen Daten berücksichtigt? Und will B. eine griechische Nachricht, so empfehle 
ich Pausan. 6, 3, 8 vgl. 7, 17, 12. 14. Die Statue des Oebotas wird äni. 
Ölunmaiöoc Öyölnpcccr-E; und napl wir 5760320311): dlunurciöa gesetzt. Ist hier nicht 
nspi z circa oder circiter 2 äui, und würde Plinius nicht übersetzt haben olym- 
piade circiter LXXX? Gemeint ist offenbar, dass die Dedication der Statue kurz 
vor den nächsten Olympischen Spielen Statt fand. Fragt man, welchem griechi- 
schen Worte in den Ohroniken das circiter entsprochen haben wird, so Enden wir 
bei Pausanias äwf z rcapi, bei Suidas äni und xaroi, das letztere ist genau unser 
circiter. Man vergleiche seine Nachrichten über die Dichter: Alkman   {v 6': 
am 17;; xp' dkupicaiöoq, ßorcrixadovro; Auörüiz VApöooq 106 "Akucircou narprig. Anakreon 
yäyore xard Iloluzpoimv rrfv Xaincu rripawoiz dkuprzroiör v3. o7. ö": äni Kdpoo mi Kap- 
ßucou rairroucrv adrdv ward wir  öinuuirriöa (die Zahlen sind verdorben; es ist 
Oben 55', unten öa' zu schreiben, (Olinton p. 13), zarci Küpov xai Üoluxpoirrf) nach 
Athen. 13, 599.  Aesopos  . örärpups  wczpä lipoisq: gorlodparo; 4- d; pßiodv 
äui  pi dkujmwiöoq.  Aristeas Täyovs xarai Kpcicov m1 Küpov dkunnzoiör v'. 
        

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