Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427606
nämlich der 119. Olympiade. Erasistratos war im J. 293 :461 an dem syrischen 
Hofe ein berühmter Arzt, er erkannte damals die Krankheit des Antioclius; es ist._ 
also vollkommen glaubwürdig, dass er in seiner Kunst schon 11 Jahre früher be- 
rühmt geworden war, äwwpiCero. In dies Jahr wird ihn eine Chronik gesetzt 
haben.  
B.: 4) 16, 235: "Ein Lotos in Rom nunc circiter annum D [lies D circiter 
„annum] habet, weil er 379 d. St, also etwa 480 [lies 450], ehe Pliniusischrieb, schon 
„vorhanden war: incertum ipsa quanto vetustior. Daher die runde Zahl 500." 
Dies hatte ich selbst gesagt S. 35: es ist eine Zahl, welche Plinius nirgendwo. 
fand, sondern selbst ausrechnete. Die runde Zahl ist aber eigen.tlich nicht die an- 
gegebene, sondern das vorausgesetzte höhere Alter des Baums, die Rechnung selbst 
ist richtig, wie aus der Ordnung der Worte bei Plinius hervorgeht; bei ihm gehen 
die Prämissen incertum  vetustior, esse  nominatur voraus, haec  habei; 
ist der Schluss, der auf der ausgelassenen Annahme, dass der Baum im J. 379 
50 Jahre alt gewesen sein werde, beruht.  
B.: 5) 18, 307: „Einc Bohne soll sich von Pyrrhus Zeit bis zum Piraten- 
„kriege des Pompejus erhalten haben, annis circiter CCXX. Die Zeit des letzteren 
„ist sicher; die Regierung des Pyrrhus dagegen umfasst einen längeren Zeitraum. 
„Darum keine bestimmte Jahreszahl, sondern circiter." Ich bedaure, dass B. die 
Worte des Plinius und meine Bemerkung nicht abgedruckt hat. Plinius spricht 
nicht von der Regierung des Pyrrhus, sondern sagt a Pyrri regis aetate. WVas 
aetas bedeutet, zeigen die Parallelstellen 34, 52 und 53. Diversis aetatibus geniti 
heissen Phidias und Polyklet, weil in den celeberrimorum aetatibus g 49 der 
Erstere OI. 83, der Letztere O1. 90 angesetzt wird. Ihr Leben umfasst allerdings 
„einen längeren Zeitraum" in der Chronik aber, welcher Plinius folgte, stand die 
aetas des Einen unter Ol. 83, des Andern unter Ol. 90. Eben so gebraucht 
Gellius 17, 21 den Ausdruck. So ist also Pyrri aetas die Epoche, unter welcher 
er in den Chroniken angesetzt wurde. Noch jetzt erscheint er bei Porphyrius 
Ol. 123, 2, bei Eusebius Ol. 123, 1. Von dieser aetas 467 bis zum Piratenkrieg 
687 verlaufen 220 Jahre. 
B.: 6) 30, 10: „Medicin und Magik blühen durch Hippokrates und Demokrit 
„circa Peloponnesiacum Graeciae bellum, quod gestum est a CCC. urbis nostrae 
„ann0. U. ändert: CCC XXHI, weil Gellius VII, 21, 16 dieses Jahr als Auf- 
nanfangsjahr nenne. Aber auch durch dieses Citat, Welches wir kaum nöthig 
„haben,.- verliert die Aenderung nichts von ihrer Gewaltsamkeit. Liegt nicht eine 
„Flüchtigkeit des Plinius, sondern ein Fehler der Handschriften vor, S0 Wäre es Wohl 
„einfacher zu schreiben: gestum erat CCCL urbis anno, wodurch gerade das End- 
„jahr bezeichnet würde. Aber. auch dann fällt die Blüthe nicht in dieses Jahr, 
„sondern circa Pel. bellum, d. h. zwischen Anfang und Ende." 
Auch- hier hat B. meine Bemerkung unerörtert gelassen. Ich muss mich Zu- 
erst entschuldigen, dass ich Gellius citiert habe; es geschah, weil er ausdrücklich
        

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