Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427580
mulacra pnblice locaverant iis Sicyonii, quae prius quam absolverentur 
artiiioes iniuriam qucsti abiere in Aetolos. Protinus Sicyonem fames invasit 
ac sterilitas maerorque dirus. Remedium petentibus Apollo Pythius respondit, 
si Dipoenus et Soyllis deorum sirnulacra perfecissent, quod magnis merce- 
dibus obsequiisque impetratum est. Fuere autem simulacra ea Apollinis, 
Dianae, Herculis, Minervae quod e (de i?) caelo postea tactum est. 
Ib. 14. Dipoeni quidem Ambracia, Arges, Cleonae operibus" refertae fuere. 
Hier hatte ich behauptet, dass das Wort circiter nicht in dem unbestimmten 
Sinn verstanden werden dürfe, womit B. zwischen Ol. 50 und 55 sich einen „ziem- 
lieh freien Spielraum" gestattet, sondern dass es "nicht eine ungefähre, sondern 
eine genaue Zeitbestimmung" enthält. Dem entgegen glaubt 13-, „dass ciroiter 
auch heut zu Tage noch immer wie bisher vungefahr" bedeutet". Damit bin ich 
zwar vollkommen einverstanden, und ich habe natürlich nicht behaupten können, als 
sei eine Zahl mit eirciter genau so zu betrachten, als ob es nicht daneben stände; 
es handelt sich nur darum, wie weit man ohne Gefährde diesen Begriff ausdehnen darf. 
Um dies zu ermitteln, muss ich die von B. besprochenen Stellen noch einmal 
durchgehen; ich werde es auch nicht vermeiden können, Bfs Bemerkungen zu 
wiederholen, um jedes Missverständniss auszuschliessen. 
Brunn: 1) Plinius 2, 37: „Pythagoras Samius primus deprehendit olympiade 
„oirciter XLII, qui fuit urbis Romae annus OXLII. Statt einer genauen Zeitbe- 
„stimmung haben wir hier einen groben Irrthum des Plinius, da man statt Ol. 42 
„weit eher 62 erwarten sollte. Das Jahr der Stadt aber ist nach einer einfachen 
„Multiplication hinzugefügt, wie sich daraus ergibt, dass 142 d. St. nicht Ol. 42, 1, 
„wie U. rechnet, sondern dem letzten Jahre dieser Olympiade entspricht. 
Den groben Irrthum würde Plinius nicht anerkennen; es wäre ihm leicht, 
auf die verschiedenen Rechnungen über Pythagoras Zeitalter hinzuweisen. Nach 
Eratosthenes, dem Bentley beipllichtet, wurde er 608 oder 605 geboren, d. h. 
Ol. 43; nach andern war er noch älter, lebte zur Zeit des Numa u. s. w. 
(Vgl. Meiners, Geseh. d. Wissensch. 1, S. 704 Hi, Niebuhr, alte Geschichte 1, S. 220.) 
Wir haben also keinen Grund, bei Plinius die Zahlen zu ändern, wonach de la 
Nauze Pythagoras Ol. 35 geboren werden liess, sondern uns nach seiner Rech- 
nung umzusehen. Dass diese durch einfache Multiplication resp. Subtraction zu 
Stande kommt, ist kein Grund, sie zu bemängeln. Nun bestimmt Plinius Ol. 42 
durch a. u. 142 d. h. Ol. 42, 1. Denn Brunns Multiplication verstehe ich nicht. 
 Ol. 42, 1 z 612 v. Ch.  
612 v. Ch. z 142 a. u. 
     
B. meint zwar, 142 d. St. entspreche dem letzten Jahre der 142. Olympiade. 
Soweit ich aber rechne, entspricht Ol. 42, 4 dem J. 609 z 145 a. u. 
Also hier ist ol. circiter XLII gleich einem bestimmten Jahre.
        

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