Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427522
ner Regierung (vgl. Duncker 1, S. 926) ein Weihgesehenk stiftete, Während 
von Psammetich, der mit den Milesiern in Verbindung stand, keins erwähnt wird. 
Ich glaube deshalb es wahrscheinlich nennen zu dürfen, dass der Tempel gegen 
Ol. 45 erbaut war oder wurde. Die übrigen Tempel, die ich für älter halte als 
Ol. 80, habe ich nur genannt, ohne darauf Gewicht zu legen. 
Resultate 
für 
die 
Zeitbestimmung 
des 
Theodoros. 
Der Thatbestand ist bekannt. Pausanias, der sich zwar mit solchen Fragen 
eingehend, aber keineswegs ohne manche Irrthümer beschäftigt hat, nennt Theo- 
doros Sohn des Telekles, Diodor und Diogenes Laärtius (nach einem Dionysios ßepi. 
öpwuünmv) Sohn des Rhoekos. Für eine Geschichte, welche sich auch bei Plinius 
36, 45 ündet und von B. nicht bezweifelt wird, nämlich von dem Rathe, den er 
vor der Erbauung des Tempels in Ephesus gegeben hat, nennt der Letztere ganz 
allein den Namen des Thcodoros; seine Angabe, Welche von Diodor bestätigt 
wird, hat also ganz besondern Anspruch auf unsere Zustimmung. Diodor endlich 
nennt Theodoros und Telekles als Verfertiger der Statue des Apollon Pythios für 
Samos, dessen Tempel aber nennt wieder Pausan. 2, 31, 6 einen sehr alten; ich 
sehe nicht ein, warum man des zweifelhaften oder fabelhaften Details wegen die 
Nachricht Diodors über jenes Werk verwerfen will. 
B. kehrt dann zu seiner Behauptung zurück, dass der Artikel, Welcher dem 
Namen des Theodoros bei Herod. 1, 51 und bei Pausan. 3, 12, 8 beigegeben 
wird, ihn als den bekannten Künstler, und zwar den einzigen bekannten Künstler 
bezeichnet. Auf die Stelle Herodots brauche ich nicht einzugehen, da dieser von 
dem Gemmenschneider redet, von der Bauthätigkeit und dem Erzguss eines Theo- 
doros schweigt. Bei Pausanias aber ist es der Mühe werth, die Anwendung des 
Artikels näher zu untersuchen. Ich sehe von den hinreichend besprochenen Mei- 
stern Kanachos und Polyklet ab, eben so von dem Artikel, welcher einem Namen, 
der schon einmal genannt war, beigegeben wird. Folgender Künstler in verschic- 
denen Casus geschieht Erwähnung: 
Ageladas Ö 'Ap7aEo; mehrmals (ohne Artikel 4, 33, 2, wo er zuerst vorkommt. 
6, 10, 6). 
Aristokles Ö Xrxuulvro; 6, 3, 11 (ohne Artikel Äpwroxkü: Zmuuivrc; 6, 9, 1). 
 Daedalos Ö Xrzuulvroq 6, 3, 4 (ohne Artikel 6, 2, 8). 
Dionysios ö 'Ap7sio; 5, 27, 2 (ohne Artikel 5, 26, 3).  
Ö Aaxsöarnöuo; Dontas 6, 19, 14. 
ri Aifvnjrn; Glaukias 6, 9, 9. 6, 19, 9 (ohne Artikel 6, 10, 3). 
Glaukos Ö Xlcg 10, 16, 1.
        

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