Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Anfaenge der griechischen Kuenstlergeschichte
Person:
Urlichs, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427275
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427457
aal pjpuscü (1, 18, 6); bei Akakesion ein grosses Werk, aus einem Marmorstein, 
den man in Folge eines Traumgesichtes ausgegraben hatte, der.Thron der Despoina 
und Demeter, zciv es äyakpoirwv äc-clv äxa-cäpoo pä-(siio: xaroi "cd Äü-rivyoiv uoiÄzo-ca 
113; lil-qrp-ziy Aaqiozprüvto; öä m1 raöm äpm (8, 37, 3); in Plataeae die Statue der 
Athena Areia, päysiio; uäv 0d 1107.13 67) u äiroösi w]; äv aixpozcdls: XQÄXÜQ, 17': xai 
adz-rlv aAil-qvaioa 106 liiapaßröiaz aircapX-r), ai-yrövo; olväilnxav" Qsaöioz; es xai. Hlaraisöoiv 
{v Ö w]; Wßqvd; 1d ä-{alpa vcovrjcaq. Von diesen vier Werken waren zwei sicher 
kolossal: Asklepios und Athena; die Gruppe des Damaphon ohne Zweifel, denn 
dass man einen solchen Stein gefunden hatte, verdankte man einem wunderbaren 
Gesichte, und die sitzende Figur in Athen auf dem- Thron, darunter Löwen, wird 
von Arrian (Overbeck Schriftquellen 833) zur Vergleichung einer an der Mündung 
des Phasis stehenden Einzelstatue benutzt. Folglich werden wir annehmen müssen, 
dass Pausanias nur bei Kolossen solche Grössenvergleichungen anstellt, d. h. dass 
der Apollo des Kanachos eine Kolossalstatue war. 
B. hatte früher nach jener Stelle einen Zusammenhang des milesischen und 
ismenischen Heiligfhums angenommen. Diese Vermuthung wiederholt er jetzt 
S. 529: „Wenn nemlich", meint er, „die beiden Statuen in Theben und Milet, vom 
„Material abgesehen, einander vollkommen glichen, so genügt zur Erklärung dieser 
„Uebereinstimmung kaum die Identität des Künstlers, sondern wir werden ausserdem 
„eine nahe Verwandtschaft des Oultus annehmen müssen, welche engere Beziehungen 
„zwischen den beiderseitigen Priesterschaften wahrscheinlich erscheinen lässt". Auch 
die Vergleichung der Schemata zweier Bildsäulen kommt bei Pansanias nicht an 
unserer Stelle allein vor. Vgl. 2, 24, 2 mit 2, 23, 10; 3, 10, 8 mit 3, 19, 2; er 
vergleicht auch die verschiedenenWerke desselben Künstlers. So wie er hier Kanachos 
in zwei Apollostatuen erkennt, so urtheilt er 7, 26, 6 von einem Bilde in Aegira: 
den; 6': i'd-q rdv cHpa-zkäa röv äv Enxouivi äßsoioaro, rexpaiporro ciha xal äv Aireipqz rdv 
JAndÄkwvo: äpyov eivai 105 adroü (Dkraoiou Aanpoioo; (vgl. 2, 10, 1, wo das Xoanon 
des Herakles ein altes Werk heisst). Aus der Uebereinstimmung beider Apollo- 
statuen folgt also blos die Identität des Künstlers. Eine Verwandtschaft des Oultus, 
worauf ja allenfalls das Eidos führen könnte, wird durch die gänzliche Verschie- 
denheit des Orakels ausgeschlossen. In Theben prophezeite man, wie in Olympia, 
aus Opferthieren (Herod. 8, 134), in Milet aus Wasser, vgl. Schömann, gottesd. 
Alterth. S. 308. Dass endlich das ptoische Orakel des Apollo in karischer Sprache 
antwortete, setzte die Thebaner nach Herod. 8, 135 in grosses Erstaunen; es war 
also wenigstens zur Zeit der Perserkriege, also kurz nach der Aufstellung der 
Statue des Kanachos, bei dem ismenischen Heiligthum nichts dergleichen in der 
Erinnerung.  
Ich glaube also, dass Bis Oombi-nation Overbeck nach wie vor „als eine 
sehr weit aussehende" erscheinen wird. 
Schliesslich verwahrt sich B. S. 530 gegen meine Aeusserung, dass die 
Milesier den von Darius zerstörten Tempel „neu gebaut" haben müssten. Ich selbst 
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