Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1425331
des Blickes. 
insbesondere 
wenn dann auch der Kopf sich vielleicht, wie bei der Tochter 
Pharaonis, auch wieder etwas nach der Seite, wohin er blickt, neigt, 
so erhält nun auch der Zuschauer und noch mehr der Angeblickte 
selbst, ohne dass er direct zu sehen braucht, was die Beine und 
Füsse machen, den Eindruck, dass der, welcher sich ihm so zu- 
wendet, dies entweder in einer ganz und gemüthlich hingebenden, oder 
in einer zurückhaltenden Art thut. 
Ich Will zuletzt auch hierfür noch ein Beispiel aus der Kunst, 
und zwar ebenfalls der venetianischen und auch aus Dresden anführen, 
das 
berühmte 
Bild 
des 
grossen 
Tizian 
mit 
der 
Geschichte 
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Paul 
Veronese, 
Findung Mosis, 
Gallerio in Dresden. 
groschen. Wir haben seiner Zeit lange davor gestanden und haben 
uns gefragt, von welchem Zuge des so ruhigen Gesichtausdruckes bei 
Christus doch der Eindruck vornehmer Haltung bedingt ist, mit dem 
er die verfängliche Interpellation des Pharisäers über das Bild des 
Kaisers auf der Münze aufnimmt und durch seine fein ironische Ant- 
Wort ruhig abweist. 
sich nach dem von 
Aber es liegt offenbar nur an der Art, wie er 
hinten an ihn herantretenden Pharisäer umsieht. 
Ich möchte behaupten, obgleich ich es ja nicht beweisen kann, weil 
es nicht mit gemalt ist, dass Christus, nachdem sich der Pharisäer 
von links hinten an ihn herangemacht, ihn angeredet, ihn mit einern 
Worte "gestellt" hat, zwar Kopf und Blick bereitwillig nach ihm
        

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