Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1425328
Gesichtes, 
Der Ausdruck des 
bequemer als der Christus auf dem anderen Bilde, da sie  schon 
mehr nach der Seite hin gewendet steht, wo man das Kind eben aus 
dem Wasser gezogen hat, und doch macht es vielmehr den Eindruck 
nur einer nachlässigen und vornehmen Herablassung, dass sie es thut, 
weil sie eben dabei ruhig auf dem linken Beine stehen bleibt und 
also über die Hüfte des Standbeines hinweg hinsieht  Nun sieht 
man an diesen beiden Beispielen zugleich, wie aus beiden Arten der 
Haltung auf den Füssen bei dem Hinblicke nach einer Seite auch 
Veronese, 
Paul 
Capemalzm, 
VOD 
Hauptmann 
Gallerie in 
Dresden. 
zweierlei Haltung des Oberkörpers folgt. Er neigt sich von der 
Hüfte, auf der er ruht, etwas nach der andern Seite, also beim Stehen 
auf dem rechten Fusse nach links, und wenn man dabei nach links 
hin blickt (Hauptmann von Capernaum) nach dem, den er anbliclät, 
hin; dagegen beim Stehenbleiben auf dem rechten Fusse und Blick 
nach rechts hin (Findung Mosis), von dem Angeblickten hinweg. Und 
 Selbst die reizende Tochter Pharaonis auf der Findung Mosis in der 
Loggia Von Raphael hat diesen Zug der vornehm reservirten Stellung auf dem 
linken Standbein beim Blick nach links; aber hier wird er überwogen von der 
lieblichen Neigung des Kopfes, womit sie ihn dem Gesichte des Kindes gegen- 
über stellt, wie die Madonna aus dem Hause Colonna.
        

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