Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1425222
Ausdruck des 
Der 
Gesichtes, 
Bildhauer dasteht, Verroechio i). Der hat es sich, oder der Maria bequemer 
gemacht. Sie hält das Kind auf ihrem Schoosse gerade vor sich hin, 
kann ihm also auch ebenso gerade vor sich hin ins Gesicht sehen, während 
es sie ebenso ansieht und mit beiden Händchen nach ihr langt. Man 
kann sagen, die Bewegungsmotive dieser beiden Madonnen in Berlin 
stehen in einem ähnlichen Verhältniss zu einander, wie die oben zu- 
sammengestellten 
Magd alen en 
in Dresden. 
sichte des 
Auch hier wird dem Ge- 
Kindes, wie dort dem 
w  Buche gegenüber, derselbe Zweck er- 
  reicht, dass die Mutter wie dort die 
ll  in? K1      
 {I3  Büsscrin gerade liineinsieht. Hier 
I, Ü   wie dort wird aber dieser Zweck in 
  x IX  '    
g, dem einen Bilde (Verrocchio, dort 
a, i,  M, 3 Correggio) möglichst einfach und 
so 4   s M5 b  a a  R 1 i 
Ntlxxnx.  equein, in ein an eien ( ap iae, 
 i lffili-    dort Battoni) auf niühsamere Art 
   erreicht. Wahreiid aber dort, einem 
 ,v  ii so gewöhnlichen Zwecke und Ob- 
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 Nil,  ms Jecte, wie Lesen im Buche gegen- 
i. i "1H"i' Ä      
E, ijlh lila "w uber, die einfachere Art damit iiiii- 
"ii" it'll I"? i ' I    
i'll! X16 x V7, zugehen, auch den behaghcheien, 
ß], I! Wm,  naturlicheren, also gemuthlicheren 
  Jfvl Eindruck macht, die gesuchtere den 
Willlßisßßßkwiißnl-l-w ll" iill    
 Iltis, 3' m? weniger unabsichtlichen, d. h. die Mag- 
    dalena des Correggio recht an- 
 i,  y? sprechend im Lesen vertieft und 
h 1'    Nur   
 bequem gelagert, die des Battoni 
Mariiiorstatuette der Madonna von l    d   
GiovanniPisano, Museum zu Berlin. Tee lt gezlelt In a5 Buch hmem" 
sieht, so ist und wirkt dagegen hier 
bei der zarten Beziehung zwischen Mutter und Kind die Composition 
des grossen Raphael geistreicher und reizvoller, welche die grössere 
Schwierigkeit aufsucht und überwindet. Der Moment, wie diese Maria 
den Anblick des eben erwachendeii lieben, kleinen Kindergesichtes wie 
ein ihr immer wieder neu geschenktes Glück sucht und findet, ohne 
x) Vgl. W. Bode, Italienische Bildhauer 
auch der beistehende Umriss entlehnt ist. 
der Renaissance, 
120, 
VOll 
WO
        

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