Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1425219
des Blickes. 
insbesondere 
nur, dass sie ihr Gesicht dem des Kindes gerade gegenüber stellt. 
Sie muss zu dem Zwecke den Kopf ziemlich mühsam gezwungen auf 
die Seite und abwärts drehen und neigen. Wir Würden diese Haltung 
des Kopfes einigermassen geziert oder unnatürlich finden, wenn wir 
eben nicht sogleich herausfühlten, dass die Mutter nur so dazu gelangen 
kann, dem Kinde so voll und gerade in das Gesicht zu sehen, ohne 
F7 
4x 
 fäif A-  f 
zu,   J;  
 Q; ' i E 
  w" J? 
Kß M 
M 
Madomm von Verrocchio, Museum zu 
Berlin. 
an ihm selbst zu 
diese Mühe giebt, 
sie 
rühren, und gerade weil wir sehen, (lass 
so erhalten wir den Eindruck der Absicht. 
sich 
Ich möchte zur Vergleichung ein zweites Madonnenbild des Berliner 
Museums heranziehen, welches in der Hauptsache mit diesem über- 
einstiinint, dass die Mutter dem Kinde so gerade in das Gesicht sieht 
und nur das Kind ihr gleichfalls, während das von Raphael gerade aus 
dem Bilde heraus, also uns ansieht. Es ist von einem älteren Meister, 
der sonst nicht viel gemalt hat, aber desto bekannter und gröSScr als 
Henke, Vorträge. 4
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.