Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424955
Gehen. 
und 
Stehen 
Endes bei gleichzeitiger Möglichkeit des aufrechten Ganges unentbehr- 
lich ist, von selbst aus dieser Nöthigung, ebenso wie, was danach noch 
zu wünschen übrig bleibt, hernach durch den Unterofiicier nachge- 
holt wird. 
Ein schwacher Versuch in derselben Richtung sind offenbar die 
Ansätze zum Gang auf zwei Füssen mit aufrechter Haltung bei den 
Affen. Die Abbildung derselben in drei Stellungen, die ich hierneben 
zusammengestellt habe, sind Copien aus der Stuttgarter Wochenschrift 
„Üeber Land und Meer", welche dem kürzlich in Dresden entschlafenen 
Schimpanse einen illustrirten Nekrolog gewidmet hat. Die Affen haben 
aufrechte Haltung des Rückgrates ohne aufrechten Gang wohl auch 
schon, wenn sie sich sitzend und kletternd auf Bäumen herumtreiben. 
Sie besteht aber, wie bei den Kindern im Anfang, auch nur in ein- 
Gehversuche des 
Affen (Erklärung im Text). 
facher Aufrichtung der in sich ziemlich einfach geraden Säule. Kommt 
nun der Affe auf den Boden und tritt mit allen Vieren auf, wie andere 
Thiere, so steht sie wieder vorwärts, aber durch die langen Arme 
doch vorn immer etwas emporgehoben  Will er sich ganz auf- 
richten, so muss er auch Wieder die ganze Säule mit dem Becken 
aufrichten  und dann ist es eben, wie wir wissen, nichts mit 
dem Ausschreiten, Weil kein Bein nach hinten vom Becken ausgreifen 
und also von hinten nachstemmen kann. Das eine wird zwar kühn 
in die Luft hinein vorgesetzt, wie bei den ersten Schrittversuchen des 
aufgestandenen Kindes. Wenn es aber zur Erde kommt und der 
Oberkörper mit ihm zur Ruhe, so ist er nicht viel weiter gekommen, 
als er auf dem anderen Fusse schon war. Kommt der Affe in Eifer 
und 
will 
schneller 
vorwärts 
kommen, 
fällt 
doch 
Wieder 
auf die
        

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