Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424932
Stehen 
Gehen. 
und 
Dazu haben sie aber auch einen tüchtigen Knick von Einbiegung des 
Rückgrates über dem Kreuz. Man könnte die Vorliebe für diese 
Haltung eine Eigenheit des älteren Stils nennen. Sie kann aber auch 
einen objectiven Grund in den Gewohnheiten der gleichzeitig lebenden 
Menschen gehabt haben. Diese Vorblüthe der Plastik iiel in die Zeit 
der Marathonkampfer; das Geschlecht der hochklassischen Kunstperiode 
war schon weichlieher. 
Gehen wir nun zurück auf die Zeit im Leben jedes einzelnen 
Menschen, wenn er die ersten Uebungen in aufrechter Haltung und 
aufreehtem Gehen macht. In ihren Anfängen treten beide von vorn- 
herein garnicht zugleich auf. Aufrecht hält sich das Kind von einem 
zum aufrechten Gang (Erklärung im Text). 
Erhebung des Kindes 
Vierteljahr, d. h. es sitzt aufrecht im Stühlchen oder auf dem Arme 
der Mutter, es trägt sein Rückgrat etwa senkrecht auf dem Becken, 
das im Sitzen mit seiner Oeifnung gerade nach oben gerichtet ist. 
Die Wirbelsäule ist über derselben durchaus nicht rückwärts gebogen, 
eher im Ganzen etwas. vorwärts einkniekend. Fahig ist sie freilich 
schon zu einer Krümmung nach hinten, überhaupt sehr biegsam. Dies 
zeigt sich, sowie man das Kind auf den Bauch legt, oder wenn es in 
der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres kriechend wie ein Th-ier 
auf vier Füssen geht und dabei doch immer mit dem oberen, oder 
jetzt noch vorderen Ende des Rückgrates den Hals und Kopf schon 
aufrecht zu stellen versucht. Der Rücken biegt sich rückwärts starker 
als je bei einem erwachsenen Menschen, während die obere, oder jetzt
        

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