Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427168
Cordelia von 
Shakespearo 
Cordelia sieht klar, was ihr beschieden 
Und fügt sich in ihr Schicksal resignirt, 
Indess der Alte heiter und zufrieden 
In Wirren Träumen weiter phantasirt. 
Der Feind, in dessen Hände sie gefallen, 
Der Bastard Gloster ist's, der Bösewicht. 
Versöhnung Wäre möglich noch bei allen 
Und Gnade; nur bei diesem Einen nicht. 
Albanien 
Wäre 
gern 
der 
Bedrängniss 
Bereit 
für 
Beider 
Sicherheit 
bürgen ä 
Der 
Bastard 
aber 
Wi rft 
sie 
ins 
Gefängnisß 
Und giebt geheim Befehl sie zu erwürgen. 
Darüber konnnt es zwischen beiden Siegern, 
Die nach der ungetheilten Herrschaft streben, 
Und zwischen beiden Weib gewordenen Tigern, 
Den Töchtern Lears, zum Kampf auf Tod und Leben. 
In unnatürlich wilder Liebesgluth 
Sind für den Bastard beide sie entbrannt. 
Albaniens Gattin, blind in ihrer Wuth, 
Will ihn beseitigen, doch sie wird erkannt. 
An seinem kühlen Widerstande bricht sich 
Des Bastards Uebermacht, die sie gestiftet.  
Verzweifelt ab geht Goneril und ersticht sich, 
Nachdem 
sie 
ihre 
Schwester 
erst 
vergiftet. 
Der 
Bastard 
wird 
1'111.11 
endlich 
auch 
gerichtet, 
Im Zweikampf fallend von des Bruders Hand, 
Den er durch Ränkespiel zuvor vernichtet, 
Der nun von seiner Wuth befreit das Land. 
Am 
Ende 
widerruft 
die 
Befehle, 
Die 
Um 
auf Ermordung der Gefangnen geh'n, 
zu entlasten seine schwarze Seele. 
Allein zu spät. Es ist bereits geschelfn. 
Cordeliens holde Blüthe ist geknickt; 
Ihr Vater aber hat sie noch gerochen. 
Ein feiler Mordgesell hat sie erstickt, 
Der König aber ihn dafür erstochen.
        

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