Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427073
auf dem 
"deutschen 
Theater 
Berlin. 
Und wie er in sie eindringt mit Entsetzen, 
Verstört von dieser stummen Störrigkeit, 
Entschliesst sie sich und sagt in schlichten Sätzen, 
Sie liebe ihn nach Pflicht und Schuldigkeit. 
Gereizt durch ihrer Schwestern Ueberfiuss 
A11 Worten, kann sie endlich nicht verhehlen, 
Dass sie doch auch den Mann noch lieben muss, 
Den 
sie 
dereinst 
zum 
Gatten 
soll 
erwählen. 
Sie sagt kein Wort zu wenig und zu viel. 
Es leidet nicht den kleinsten Widerspruch. 
Doch damit kommt sie nicht zu ihrem Ziel. 
Das 
Der 
ist dem Vater lange nicht genug. 
Alte hat sich kindlich ausgemalt 
Als Trost in seiner Abgelebtheit Schmerzen, 
Wie er beim Niederlagen der Gewalt 
Sich brüsten will mit ihrem vollen Herzen. 
Das ist zuviel verlangt, ist ihr unmöglich. 
Zum leeren Prunk bringt sie kein Wort heraus. 
Und wie sie dabei fest bleibt unbeweglich, 
Da bricht der Zorn des Vaters heftig aus. 
Sie hat gewiss schon viel von ihm erduldet, 
Wodurch sie seine Schwachheit oft verbarg. 
Doch dieses, was sie trifft so unverschuldet, 
Das ist ihr nun auf einmal doch zu arg. 
Und wie er mit geschraubter Energie 
Nun fest auf seinem Eigensinn besteht, 
Wird er verhängnissvoll zur Parodie 
Der überlebten Souveränität. 
Unüberlegt vertheilt er nun geschwmd 
Das Dritttheil, das Cordelia erben sollte, 
Noch an die andern und enterbt das Kind, 
Das 
ZIlVOP 
21111 
höchsten 
halten 
wollte. 
Nachdeln 
sich 
aller 
Macht 
beraubt 
mit 
Und 
Cordelia 
nicht 
mehr 
kann 
versöhnen, 
Zertheilt er auch den Reif von seinem Haupt 
Und giebt die Hälften seinen Sehwiegersöhnen. 
Sieh selbst behält er weder Land noch Schloss
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.