Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1427018
auf dem 
"deutschen 
Berlin 
Ein frischer realistischer Gedanke, 
In dem Theater, das sich "deutsches" 
Dort hinten an dem stillen Bach der 
nennt, 
Pauke. 
Von 
diesem 
Will 
ich 
heute 
euch 
erzählen, 
Was mir beständig wieder in den Sinn kommt, 
Um euch dasselbe dringend zu empfehlen 
Als Haupttheater, wenn ihr wieder hinkommt. 
Wlrar sagt uns nur zuvor, auf was es ankommt, 
Von welcher Regel lassen wir uns leiten, 
Durch was die wahre Schauspielkunst vorankommt? 
Denn über den Geschmack ist nicht zu streiten. 
W i 1' 
hab en 
Schillers 
tragisch 
grosse 
Werke, 
Auch sonst 
Die Mimik 
dramatisch gute Poesie. 
aber ist nicht unsre Stärke 
Und 
diese 
Kunst 
hat 
keine 
Theorie. 
Denn uns're grossen Dichter standen nicht 
In einem grossen, reich bewegten Leben. 
Sie seh'n der Schönheit reines Himmelslicht, 
Doch keines grossen Volkes frisches Streben. 
Drum sind auch ihre klassisch grossen Dramen 
Sehr schön zu lesen und sehr gross gedacht, 
Jedoch zum Bühnenspiel für Herrn und Damen 
S0 recht dramatisch packend nicht gemacht. 
Was sie verlangten von der Kunst der Bretter, 
War einer klaren Rede voller Ton 
Mit 
sanftena 
Hauch 
und 
stürmischenl 
Geschm etter, 
Doch weniger die freie Action. 
Wenn Schiller brieflich sich bedankt 
bei 
Graaf, 
Erkennt 
Eins 
besonders 
an 
VOT 
Allen, 
Wie er den Wallenstein gespielt so brav, 
Er sagt: "kein Wort ist auf die Erde gefallen." 
Durch Lessing, der zuerst bei uns im Grossen 
Den rechten Bau des Dramas aufgehellt hat, 
Und statt der steifen Regel der Franzosen 
Uns Shakespeares Geist als Muster vorgestellt hat, 
Ward freilich auch zum körperlichen Spiele
        

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