Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1426996
Cordelia 
VON 
Shakespeare auf dem „deutschen 
in Berlin, Herbst I885").; 
Theater" 
Von 
meiner 
Reise 
heim 
soll 
ich 
euch 
Sätgenv 
Was 
heuer 
IIGIlGS 
Grosses 
ich 
erlebt, 
Wovon 
auch 
noch 
stillen 
Vvintertagen 
Erinnerung die Seele uns erhebt. 
Ich war nicht in dem kunsterfülltmzn 
Lande, 
Zu 
dem 
der 
Tunnel 
durch 
den 
Gotthard 
gßhr. 
Ich War an keinem seebespülten Strande, 
Wo Winrl und Brandung brausend uns umwelit. 
Denn diesmal zog es mich nach Jahren Pause 
Zu unsres jungen Reiches Hauptstadt hin, 
Wo jeder Deutsche doch nun halb zu Hause 
Sein sollte. Ich war wieder in Berlin. 
i") Vorgelesen in der Dienstagsgesellschaft zu Tübingen 1889. Ich weiss 
nicht, 0b die Theaterverhaltnisse in Berlin heute noch so sind, wie ich den Ein- 
druck davon vor 6 Jahren erhalten und in diesem Bericht niedergelegt habe, 0b 
das "Deutsche Theater" den andern, namentlich dem königl. Sehauspielhause, 
noch so vorangeht. Dies hält mich nicht ab, diesen Bericht jetzt nachträglich 
doch noch herauszugeben, nachdem ich ihn in der Zwischenzeit verschiedenen 
Zeitschriften vergeblich angeboten habe. Denn das Wesentliche an demselben 
war und ist die Constatirung eines Umschwunges in der deutschen Mimik, wie 
er damals vom "Deutschen Theater" vertreten wurde und seine Wirkung überall 
äussern muss. Wenn er es bereits gethan hat, desto besser. Und noch dauernd 
wesentlicher sind mir die allgemeinen Betrachtungen über Principien der Mimik 
und ihre Bedingungen in der Art, wie sie auf Zuschauer und Zuhörer wirken 
kann und soll, welche ich an diesem Beispiele entwickelt habe und zu jeder Zeit 
als massgcbend für die richtige Art der lebendigen Menschendarstellung ansehe. 
15'"
        

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