Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Plastik, Mimik und Drama
Person:
Henke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1424454
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1426270
Kapelle zu Rom. 
sixtinischen 
der 
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auch die Augen geschlossen; bei einigen freilich auch weit offen, aber 
nicht mit einem erregten Gesichtsausdrucke dazu, sondern stier und 
apathisch vor sich hinbliekend, wie wenn man vor Uebermüdung 
den Schlaf noch nicht finden kann. Dabei sind sie, wie man thut, wenn 
man halb liegend, halb sitzend einnickt, in sich zusammengesunlzen, oder 
an einander gelehnt, z. B. eine Mutter das Kinn vorwärts auf die Hand 
und die Hand auf das Knie gestützt, das Kind aber rückwärts ihr 
in den Schooss gelehnt. Ein anderes ist ihr mit dem Kopf im Schooss 
eingeschlafen, während sie noch wach und aufrecht vor sich hin starrt. 
Eine andere ist selbst mit dem Kopfe auf das Knie gesunken 
Propheten J oäl 
Stichkappe zwischen dem 
und der 
Sibylle. 
erythräischen 
und so eingeschlafen. Wieder eine schläft aufrecht sitzend, mit dem 
Kinde Kopf an Kopf gelehnt. Aber es kommen auch noch Scenen 
vor dem Einschlafen oder im Erwachen vor. Eine Mutter giebt noch 
dem Kinde die Brust; der Vater aber hält aufmerkend daneben die 
Wache. Ein Kind dagegen zupft den Vater am Bart, wie um ihn zu 
Wecken; die Mutter aber hält den Arm so, als hätte das Kind noch 
eben darin gelegen und geschlafen. Also lauter Bilder der Ermüdung 
oder des vollen Ausruhens und zwar unter erschwerenden Umständen, 
bei Lagerung auf dem Boden im Freien, Bilder die dem Künstler 
Gelegenheit geben, die Glieder des Körpers in fast völliger Er-
        

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